Mannheim

Radverkehr Liberale melden Bedenken am Pfeifferswörth an

Neckarplatt zu eng für Schnellweg?

Mit Zweifeln an der Trassenführung des Radschnellwegs Mannheim-Heidelberg im Neckarplatt meldet sich die FDP im Gemeinderat zu Wort: „Für uns stellt sich die Frage, woher in der bestehenden Bebauung Platz für eine Radspur kommen soll“, so Stadträtin Birgit Reinemund, die sich mit ihrer neugewählten Kollegin Kathrin Kölbl vor Ort im Pfeifferswörth ein Bild der Verkehrssituation machte. „Wie kann eine Zufahrtsstraße zu Sport- und Gewerbeanlagen zur Fahrradstraße umdeklariert werden, ohne Betriebe und Vereine zu beeinträchtigen?“, fragen die beiden Stadträtinnen.

„Prinzipiell positives Projekt“

Wie berichtet, stellte das Regierungspräsidium Karlsruhe vor einiger Zeit die Trasse der vom Land Baden-Württemberg geplanten Fahrradschnellverbindung durch die Region vor. Ein Teilabschnitt der Strecke führt durchs Pfeifferswörth und Neckarplatt und soll nach Angaben der Mannheimer Bundesgartenschaugesellschaft zügig realisiert werden. Im Neckarplatt soll der Anschluss an einen von der Stadt Mannheim geplanten Radschnellweg durch die Feudenheimer Au und über das Spinelli-Gelände vor 2023, dem Jahr der Bundesgartenschau, erfolgen.

„Gut, dass das prinzipiell positive Projekt Radschnellweg Mannheim-Heidelberg jetzt konkreter wird“, so die Kommunalpolitikerinnen. Wegen der Zufahrten zu Gewerbegebiet und Sportanlagen hält Reinemund eine Trassenführung südlich des Neckars aber für „konfliktfreier“. Die Straße durch die Sportanlagen sei zu schmal. Sie auf die geforderte Breite von mindestens vier Metern für den Schnellweg zu erweitern, ginge nur unter Beschneidung der Sportgelände, mit Baumfällungen entlang der Strecke und unter Verdrängung der Fußgänger und der Autofahrer“, befürchtet Kölbl. Eine entsprechende Anfrage der Liberalen im Gemeinderat vom April sei noch nicht beantwortet worden.

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