Mannheim

Asbest Workshop mit Vereinsgründung

Netzwerk für Betroffene

Archivartikel

„Eine tickende Zeitbombe – bis heute“, titelte der „MM“ vor vier Monaten. Dabei ging er auf die Gefahren von Asbest ein und stellte die neue „Asbestose-Selbsthilfegruppe“ vor. Jetzt folgte im Gewerkschaftshaus der „1. Mannheimer Asbest-Workshop“. Dabei wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, dessen Anliegen Initiator Klaus Schumann so formuliert: „Wir wollen ein Netzwerk in Baden-Württemberg und für das Dreiländereck einrichten, um Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“ Außerdem verstehe man sich als Anlaufstelle für Menschen, die an Silikose oder anderen berufsbedingten Atemwegerkrankungen leiden.

Selbst bei Menschen, die vor 30 Jahren und länger mit den tückischen Silikat-Mineralen gearbeitet haben, können noch Spätfolgen, beispielsweise Lungentumore, auftreten. Im Mittelpunkt standen die Anerkennung von solchen Erkrankungen, der Kampf um Entschädigung und eine Reform der Beweislast. Bei dem Workshop beschäftigten sich Experten auch mit Prävention: Schließlich werden gerade viele jener Häuser saniert, die aus der Asbest-Ära vor 1994 stammen. wam