Mannheim

Rosengarten Plattform soll für noch mehr Kongresse sorgen

Netzwerk rund um die Gesundheit

Alle sitzen an einem Tisch – Industrie, Wissenschaft, Kliniken und Krankenkassen: Der Verein Gesundheitsplattform Rhein-Neckar tagt am Dienstag, 14. Mai mit einem in Fachkreisen prominenten Gast: Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken, kommt dazu in den Rosengarten. Der frühere Staatssekretär leitet das Gremium, das entscheidet, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Einzelnen übernommen werden – eine Schlüsselposition also.

Initiiert hat die Gesundheitsplattform die m:con – mannheim:congress-gmbh. „Unser Vorbild war die Organisation Gesundheitsstadt Berlin“, so Johann W. Wagner, Geschäftsführer der m:con. „Die hat dort dazu beigetragen, dass mehrere Kongresse entstanden sind und sich dort angesiedelt haben“, so Wagner. „Auch unsere Region ist da ja sehr aktiv, es gibt viele Initiativen und Projekte, aber bisher keine Plattform, auf der sich alle Akteure vernetzen“, begründet er die Initiative zu der Gründung. Der Verein solle „über Ländergrenzen neue Verbindungen schaffen, Interessen bündeln, das Profil der Region als Medizinstandort stärken“, so Wagner. Auch Präventions-Aktionen wolle er anstoßen.

Zwar sei der Rosengarten schon Standort vieler bedeutender Medizinkongresse, „aber wir wollen dieses Standbein stärken, dazu weitere Partner gewinnen“, erklärt der m:con-Chef. „Wir profitieren dabei stets davon, dass es hier viele hochkarätige Chefärzte und Wissenschaftler in den Kliniken gibt, die ihre Fachgesellschaften holen. Aber in der Plattform wollen wir auch Industrie und Krankenkassen einbeziehen. Das zeigt der Vorstand: Der steht unter Leitung von Eberhard Wille, stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, der lange an der Uni Mannheim lehrte. Zudem sind Irmtraut Gürkan (Kaufmännische Direktorin Uniklinikum Heidelberg), Andreas Vogt (Techniker Krankenkasse) sowie Verena Eisenlohr (Kanzlei Rittershaus) dabei.

Der Vortragsveranstaltung zum Thema „Der Innovationsfonds Entwicklung und Stand sowie Beispiele aus der Region“ am Dienstag folgt im Oktober ein großer Kongress, zu dem der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha bereits zugesagt hat. pwr