Mannheim

Luisenpark Freizeithaus renoviert / Gruppe „Gemeinsam Gärtnern“ gestaltet Außenanlagen um

Neue Beete statt Abriss

Innen ist schon fast alles fertig, außen noch eine große Baustelle: Das Freizeithaus und der Bereich rings um den beliebten Treffpunkt im Luisenpark werden derzeit komplett umgestaltet – bereits mit Blick auf die Bundesgartenschau 2023.

Eigentlich sollte schon im Winter 2018 der Abriss sein, denn der 1975 entstandene Flachbau gilt als sehr marode. Dann wurde der Abriss um ein Jahr verschoben. Seit Herbst vergangenen Jahres ist aber klar, dass das Freizeithaus zumindest vorläufig erhalten bleibt – mindestens bis nach der Bundesgartenschau. Sämtliche Pläne für die sogenannte „Neue Parkmitte“ wurden nämlich überarbeitet (wir berichteten) und der Neubau, der dann auch die „Grüne Schule“ enthalten soll, verschoben.

Nun hat man zumindest rund 8000 Euro in das Freizeithaus investiert – in Sanitäranlagen, unabdingbare Reparaturen sowie eine frische Optik. Die Wandpaneele aus Holz wurden im neuen Skandi-Stil weiß gestrichen und die Wände in hellgrün gehalten, zudem defekte Pergolen entfernt. Direkt vor der Bundesgartenschau soll es noch einen neuen Außenanstrich und neue Türen geben. Viel machen die Park-Handwerker in Eigenregie.

Die Umgestaltung des Außenbereichs läuft noch. Derzeit stehen da Bagger und Radlader, werden die einst großen Erdhügel vor dem Flachbau abgetragen, alte Pflanzungen entfernt. Hier soll auf rund 500 Quadratmetern ein „kleiner Garten für alle und mit allem“ entstehen, erklärt Ellen Oswald, die Gärtnerische Leiterin des Luisenparks, die diese Arbeiten mit ihrer normalen Mannschaft und Mitteln aus dem laufenden Budget bewältigt. „Wir ebnen Flächen ein, lassen das Gebäude sichtbar werden, modellieren die Landschaft neu, das wird sich noch etwa vier bis sechs Wochen hinziehen“, kündigt Oswald an.

Blumen und Gemüse

Sie legt aber nur die Grundlagen – ab April soll dann die Gruppe „Gemeinsam Gärtnern“ vom Förderkreis „Freunde des Luisenparks“, die sich dienstags um 14 Uhr trifft, hier ehrenamtlich tätig werden. Im Einklang mit der Natur werden die Hobbygärtner unter ihrer Anleitung eine Mischkultur anlegen. „Blumen neben Zuccini, Erdbeeren, Salat und Gemüse, was man ernten kann“, beschreibt sie die Absicht.

Vorgesehen seien ein Schrebergarten, Pflanzen in Kastenbeeten, aber eben auch bei Insekten beliebte Blühpflanzen. Auch ein „vertikaler Garten“ an einer fensterlosen Wand ist geplant, ein Komposthaufen undein Mini-Gewächshaus. „Es soll eine zeitgemäße Wirkungsstätte für alle, gerade für die Besucher des Freizeithauses sein“, so Oswald.

Die Gärtnerische Leiterin stellt sich das „wie eine kleine Kreislaufwirtschaft“ vor – Anbau vor Ort und Verzehr dann gleich im Freizeithaus. Dort ist künftig auch die feste Heimat der „Gemeinsam Gärtnern“-Truppe, die jetzt im vierten Jahr existiert. Bislang hatte sie eine große Holzkiste mit dem vom Förderkreis angeschafften Gartengeräten, die jeweils dort platziert wurde, wo die Gruppe tätig war und eine Fläche neu angelegt hat – etwa neben den Toiletten an der Klangoase. Künftig soll das Freizeithaus als fester Stützpunkt von „Gemeinsam Gärtnern“ dienen, schließlich trifft sich die etwa 40-köpfige Gruppe auch im Winterhalbjahr regelmäßig zu Vorträgen und Gedankenaustausch.

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