Mannheim

Gesundheit Geplanter Neubau soll besser ausgestattet sein

Neue Klinik für psychisch Kranke in Mannheim

Archivartikel

Eine neue Rehabilitationsklinik für psychisch erkrankte Menschen plant der Caritasverband Mannheim an der Schanzenstraße neben der Liebfrauenkirche. Die Einrichtung soll 23 stationäre und sechs ambulante Plätze bieten und im Sommer 2022 bezugsfertig sein, wie der Verband mitteilt. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Der Verband investiert dafür 5,6 Millionen Euro. Die neue Einrichtung wird das Elisabeth-Lutz-Haus in der Oststadt ersetzen. Das alte Gebäude entspricht laut Caritas nicht mehr den heutigen Anforderungen: Die Räume seien beengt und grundsätzliche Umbauten nicht möglich.

Am neuen Standort entstehen 1385 Quadratmeter Nutzfläche. Die Therapie- und Trainingsräume werden sich auf das Untergeschoss, Erdgeschoss und Dachgeschoss verteilen. Für die erste bis dritte Etage sind Einzelappartements vorgesehen, in denen die stationären Rehabilitanden wohnen werden. Jedes Appartement bekommt eine eigene Küche und ein eigenes Bad. Caritas-Vorstandsvorsitzende Regina Hertlein erläutert: „Im neuen Haus können wir den erkrankten Menschen eine deutlich bessere Ausstattung bieten. Außerdem schaffen wir weitere Plätze und können damit mehr Menschen helfen. Ich freue mich sehr, dass wir dafür wieder einen zentralen Standort finden konnten, der sich überdies in der Nähe des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) befindet.“

Ebenso wie am alten Standort werden auch im Neubau medizinische und berufliche Rehabilitation für psychisch erkrankte Menschen angeboten. Ziel der beruflichen Rehabilitation ist, so die Caritas, den Patienten ausbildungs- beziehungsweise arbeitsfähig zu machen. Dazu gibt es mehrere Angebote: eine Holzwerkstatt, ein Hauswirtschaftstraining mit Lehrküche, kaufmännisches Bürotraining, kreatives Arbeiten, Physio- und Bewegungstherapie sowie lebenspraktisches Training.

Wandgemälde muss weichen

Das alte Gemeindehaus, das derzeit am geplanten neuen Standort steht, wird im Oktober abgerissen. Dabei verschwindet auch das Mural (deutsch: Wandgemälde) „Fenster zum Hof“ des Mannheimer Künstlers Czolk, das im Rahmen von Stadt.Wand.Kunst angebracht wurde. Dass das Mural dort nur zeitlich begrenzt zu sehen sein würde, war abgesprochen, als die Gemeinde die Fassade zur Verfügung stellte, so der Caritasverband. Bis zum 5. Oktober kann es noch betrachtet werden. Stadt.Wand.Kunst wird den Abriss filmisch begleiten. 

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