Mannheim

Neue Profis mischen mit

Vom Namen sollte sich keiner täuschen lassen. Die Barmherzigen Brüder Trier halten zwar ihren christlichen Auftrag hoch. Aber würden sie allein von barmherzigen Motiven getrieben, könnten sie kaum rund 100 Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen in ganz Deutschland betreiben – und das in Zeiten, in denen zahlreiche Kliniken akute Finanznöte plagen. Umso bemerkenswerter, wie groß die Trierer in Mannheim eingestiegen sind.

Es mag zwar zynisch wirken, bei Krankenhäusern von einem „Markt“ zu sprechen. Angebot und Nachfrage richten sich nach der Gesundheit von Menschen. Aber einen knallharten wirtschaftlichen Wettbewerb gibt es – speziell was Auslastung und Personal angeht – durchaus. Da mischen jetzt hier noch ein paar sehr erfahrene Profis mit.

Zusammen haben Diakonissen- und Theresienkrankenhaus fast 1000 Betten. Das Klinikum als Marktführer hat nur rund ein Drittel mehr. Da ist man schon fast auf Augenhöhe.

Dem Vernehmen nach loten beide Seiten schon vorsichtig aus, sich in speziellen Fachbereichen – die es in Mannheim nicht doppelt geben muss – gegenseitig das Feld zu überlassen. Das wäre sinnvoll. Denn auf dem Krankenhausmarkt belebt Konkurrenz das Geschäft nicht unbedingt. Eher verdirbt sie es einem.

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