Mannheim

Wahlkreis Mannheim 

Nikolas Löbel holt Direktmandat

Archivartikel

Nikolas Löbel (CDU) gewinnt das Direktmandat im Wahlkreis Mannheim. Nach dem vorläufigen Ergebnis holte er bei der Bundestagswahl am Sonntag 29,3 Prozent der gültigen Erststimmen. Das Rennen um den Einzug in den Bundestag ist dabei allerdings denkbar knapp ausgegangen, lange hatten sich Löbel und SPD-Kandidat Stefan Rebmann ein Kopf-an-Kopf-Rennen geleistet. Rebmann bekam 27,9 Prozent der gültigen Stimmen - und holte in absoluten Zahlen 2014 Stimmen weniger als der CDU-Kandidat. Auf Rang drei landete  Grünen-Kandidat Gerhard Schick (13,1 Prozent) vor Robert Schmidt (AfD) mit 12,5 Stimmen.

Neben Nikolas Löbel ziehen auch Gerhard Schick und Gökay Akbulut über ihre jeweilige Landesliste in den Bundestag ein. "Ich freue mich besonders, jetzt als einzige Frau und Migrantin Mannheim im Bundestag vertreten zu können“, betonte Gökay Akbulut (Linke) am Abend. In der letzten Wahlperiode hatte Egon Jüttner (CDU) Mannheim direkt in Berlin vertreten.

 

 

Der Blick auf die Zweitstimmen im vorläufigen Ergebnis: 27,1 Prozent der gültigen Stimmen entfallen auf die CDU, 21,2 Prozent auf die SPD. Die Grünen holten 13,2 Prozent vor der AfD mit 12,8 Prozent. Die FDP erhielt 11,2 Prozent der gültigen Wählerstimmen, die Linke 9,1 Prozent. 

Die Wahlbeteiligung lag bei 73 Prozent, bei der Bundestagswahl 2013 waren es 69,4 Prozent. Die Feststellung des amtlichen Endergebnisses für Mannheim erfolgt nach Angaben der Stadtverwaltung bei der Sitzung des Kreiswahlausschusses am 28. September.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der offiziellen Wahlparty der Stadt Mannheim haben sich Mannheimer Kandidaten am Abend nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zum Ausgang der Bundestagswahl geäußert: "Die SPD ist gut beraten, jetzt in die Opposition zu gehen", sagte SPD-Kandidat Stefan Rebmann schon früh um kurz vor 19 Uhr. Florian Kußmann, FDP-Kandidat im Wahlkreis Mannheim, betonte: "Es ist phänomenal, dass wir den Wiederaufstieg direkt geschafft haben, das haben uns viele nicht zugetraut.“ Der Einzug der AfD sei eine Zäsur in der deutschen Geschichte: "das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass eine rechtspopulistische Partei in den Bundestag einzieht". Gerhard Schick, Grüner Bundestagsabgeordneter aus Mannheim, betonte: "Zu glauben, dass jetzt alles auf Jamaika zuläuft, ist reine Arithmetik. Alle vier Parteien müssten einer Koalition zustimmen, bei uns Grünen auch die Mitglieder. Mit der CSU und der FDP zu koalieren, das ist für uns ein Problem zu viel."

 

 

 

Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die CDU die Bundestagswahl in Mannheim klar gewonnen. Am Ende trennten die beiden Kandidaten Egon Jüttner (CDU) und Stefan Rebmann (SPD) bei der Erststimme 10 084 Stimmen. Egon Jüttner zog mit 39,8 Prozent der gültigen Stimmen als Direktkandidat in den Bundestag ein. SPD-Kandidat Stefan Rebman holte damals 32,4 Prozent. Es folgten Grüne (12,2 Prozent), Linke (6,6 Prozent), Piraten (3,4 Prozent) und FDP (2,8 Prozent). Über die Landesliste kamen außerdem Stefan Rebmann (SPD), Gerhard Schick (Grüne) und Michael Schlecht (Linke) nach Berlin. Die CDU hatte in jedem Stadtteil Stimmen hinzugewonnen – selbst in den klassischen SPD-Hochburgen. Bei der Zweitstimme holte sie im Wahlkreis Mannheim 35,1 Prozent der gültigen Stimmen, die SPD 27,5 Prozent, gefolgt von Grünen (11,1 Prozent), Linke (7,5 Prozent), AfD (6 Prozent) sowie FDP (5,5 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag damals bei 69,4 Prozent.

 

 

 

 

 

 

 

Hier finden Sie die detaillierten Wahlergebnisse.

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