Mannheim

Hand-in-Hand Verein seit zwei Jahren Partner des Projekts

Nothilfe: Mehr als 160 Läden

Als die kleine Miriam im Weihnachtseinkaufstrubel der Innenstadt vor wenigen Monaten ihre Mama plötzlich nicht mehr erspähen konnte, war sie den Tränen nahe. Da erinnerte sich die Sechsjährige an die drei kindlichen Comic-Figuren mit der Unterschrift „Notinsel“, die in Mannheim an so manchem Ladenfenster kleben. Ganz mutig ging sie in das nächste Geschäft mit dem Aufkleber und erzählte, dass sie die Mama verloren hatte. Die Mitarbeiterinnen griffen zum Telefon und schon bald konnte die auch schon ein wenig verzweifelte Mama Ann-Kathrin ihre Tochter wieder in die Arme schließen.

„Genau solche Geschichten bestärken uns, das Thema „Notinsel“ in Mannheim kräftig anzuschieben“, sagt Aysel Spickert, Vorsitzende des Vereins Hand-in-Hand. Mit vielen Mitstreitern führte der Verein deswegen beispielsweise schon einen Nothilfe-Infotag auf den Kapuzinerplanken durch: mit einigen Attraktionen und unterstützt von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion.

Kinder und Eltern sensibilisieren

Seit zwei Jahren hat der Verein Hand-in-Hand die Standortpartnerschaft in Mannheim für das bundesweite Notinsel-Projekt übernommen. „Mit mehr als 160 Geschäften in und um Mannheim ist die Notinsel sehr gut vertreten“, betont der Zweite Vorsitzende des Vereins, Nicola Walter. Kinder können sich in Notsituationen – welche auch immer – an Geschäfte wenden, die den Notinsel-Aufkleber am Schaufenster haben. Die Kleinen werden dort in Obhut genommen, und es wird sich um deren Anliegen gekümmert.

Ziel des Infotags war es, sowohl Kindern als auch den Eltern das Logo und die gute Absicht dahinter zu erläutern. Jeder, der sich interessierte, bekam einen Info-Flyer in die Hand, um die Notinsel-Idee auch zuhause mit dem Nachwuchs zu besprechen. Alle kleinen Gäste wurden aufgefordert, sich mit ihrer Unterschrift auf einer Pin-Wand zu verewigen. „Ohne unsere Sponsoren und vor allem ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir sowas gar nicht stemmen“, so Aysel Spickert und Nicola Walter. Und die daneben stehende Astrid fügte hinzu: „Und große Freude macht uns dieses Engagement auch.“ red/lok