Mannheim

Kliniken Gemeinsames Dach für christliche Krankenhäuser

Nur Wechsel bei Trägern

Archivartikel

Mit der Zusammenführung von Theresien- und Diakonissenkrankenhaus soll sich sowohl für die Patienten als auch für die Mitarbeiter noch nichts ändern. Das wurde am Mittwoch auf Betriebsversammlungen sowie bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Am 1. Dezember wechsle nur die Trägerschaft, hieß es. Über alles Weitere werde erst nach der Zustimmung des Kartellamts entschieden. Mit ihr sei Mitte November zu rechnen. Erst dann könne man Konzepte zur Nutzung von Synergieeffekten entwickeln.

Größere Veränderungen seien frühestens Mitte nächsten Jahres zu erwarten, sagte Matthias Warmuth von der Geschäftsführung der Barmherzigen Brüder Trier (BBT). Die wollen nach dem Theresien- vor knapp einem Jahr nun auch das andere christliche Krankenhaus in Mannheim übernehmen. Dazu übertragen die Diakonissen Speyer ihre Gesellschaftsanteile. Über den Preis und die Modalitäten ist Stillschweigen vereinbart worden.

Den Mitarbeitern (rund 850 im Diakonissen und rund 1500 im Theresien) wurde versichert, bestehende Beschäftigungsverhältnisse blieben unangetastet. Bisherige wie künftige Verträge gelten laut Warmuth weiter für das jeweilige Krankenhaus. Neu sei nur die BBT-Gruppe als gemeinsames Dach. Ihr gehören in Deutschland rund 100 Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen.

Albert-Peter Rethmann, Sprecher der BBT-Geschäftsführung, betonte den „ökumenischen Geist“ zwischen dem evangelischen Diakonissen- und dem katholischen Theresienkrankenhaus. Als Mitarbeiter seien weiter auch Angehörige anderer Religionen oder Konfessionslose willkommen, „sofern sie den christlichen Auftrag mittragen“. 

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