Mannheim

Turley

Öffentliche Stellungnahme der MWSP

Archivartikel

Lieber Herr Proetel, liebe Redaktion des Mannheimer Morgen,

 

Bezug nehmend auf die bisherige Konversation zu dem irrtümlich an Sie geleiteten Mailverlauf möchte ich unsere Sicht der Dinge schildern.

Vorab möchte ich bemerken, dass ich in dem Ihnen vorliegenden Mailverlauf, der offensichtlich versehentlich an einen personalisierten Account eines ehemaligen Mitarbeiters Ihres Unternehmens am 01. April 2019 von meinem Mailaccount aus geschickt wurde, eine Chance sehe, den kurzfristig unterbrochenen Gesprächsfaden mit der Redaktion des MM in Sachen Turley wieder aufzunehmen und auf ein faktenbasiertes Fundament zu stellen.   

Zur Einordnung des irrtümlich weitergeleiteten Mailverlaufs möchte ich kurz eine zeitliche Einordnung vornehmen, um noch einmal darzulegen, dass der Geschäftsführung der MWSP an einer transparenten und objektiven Darlegung des Sachverhalts zu den Baufeldern 4 und 5 auf Turley und der Kommunikation zur Jahrhundertaufgabe Konversion gelegen ist.

Am Donnerstag, den 21. März, unmittelbar nach Erscheinen eines Artikels, in dem Herr Judt,  ein Geschäftsführer der MWSP, mit persönlichen Vorwürfen konfrontiert wurde, sind wir auf den „MM“ zugegangen und haben für den Montag, den 25. März, ein Interview im Kreis der gesamten Redaktion angeboten. Wir haben angeboten zu allen Fragen, die durch das Redaktionsteam gestellt werden, Stellung zu beziehen. Diesem zeitnahen Interview, das die Gelegenheit geben sollte, schnell der Öffentlichkeit ein transparentes Bild der Sachlage auf Turley zu geben, wurde seitens eines Mitarbeiters Ihres Hauses am 21. März zugestimmt.   

Am 22. März wurde ich nachmittags telefonisch kontaktiert und das Interview wurde für Montag abgesagt. Stattdessen wurde ein Termin am 11. April angeboten. Also 18 Tage nach dem ursprünglich vereinbarten Termin. Bei dem Telefonat am 22. März habe ich darauf hingewiesen, dass diese lange Frist nicht im Sinne der MWSP ist, da von uns Antworten auf die bisherige Berichterstattung gegeben werden müssen. Ferner habe ich angekündigt, mich nach Rücksprache mit der Geschäftsführung zwecks Terminbestätigung oder -absage zu melden. Dies erfolgte am Montag, den 25. März, der Termin wurde für den 11. April bestätigt.

Daraufhin erhielten wir die Fragen von einem Mitarbeiter Ihres Hauses.

Diese Fragen habe ich – wie Ihnen bekannt ist – weitergeleitet. Die Reaktion von Herrn Judt, dessen Person stark in der bisherigen Berichterstattung angegriffen wurde und dessen Gesprächsangebot um 18 Tage nach hinten geschoben wurde, erfolgte aus dieser speziellen Situation heraus und war eine erste interne Überlegung, die wir in dieser Form natürlich nicht umgesetzt haben.

Sehr wohl haben wir wie in diesen Fällen wie üblich eine Kommunikationsstrategie entworfen, die sich in keiner Weise gegen den Mannheimer Morgen und die bis dato professionelle Zusammenarbeit richtet. Sie ist dazu da, den Vorgang auf Turley der Öffentlichkeit zeitnah aus unserer Sicht vollumfänglich zu schildern. Diese verfolgen wir auch aktuell. Dazu haben wir Kontakt zu Medien der Dr. Haas Mediengruppe und zu anderen in Mannheim relevanten Medien aufgenommen und ein eigenes Format produziert.

Meine Antwort auf die Mail, die ich einen Tag später wiederum intern an die Geschäftsführung der MWSP verschickte und die Ihnen auch vorliegt, habe ich in meiner Funktion als zuständiger Bereichsleiter Unternehmenskommunikation geschrieben. Sie diente einer vernünftigen rechtlich einwandfreien Kommunikation.

1. Sie hob darauf ab, auf Fragen, die bereits in der Öffentlichkeit debattiert wurden, schnell zu antworten.

2. Auf Fragen, die rechtlich aufgrund laufenden Verfahren nicht zu beantworten sind, abgestimmt bzw. nicht zu antworten, sofern unsere rechtliche Position dadurch negativ tangiert wird. Sowie auf Fragen, die abermals auf die Person von Herrn Judt abzielten, ganz bewusst nicht zu antworten. Diese Fragen stellen aus meiner Sicht ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar und haben nichts mit einer faktenbasierten Berichterstattung zu tun, wie sie der Mannheimer Morgen, den ich kenne leistet.

Wir sind selbstverständlich weiterhin an einer offenen Kommunikation und an einer transparenten und faktenbasierten Berichterstattung des Mannheimer Leitmediums „Mannheimer Morgen“ interessiert. Um das abermals zu unterstreichen, möchten wir Ihnen erneut zeitnah einen Termin anbieten, bei dem Herr Frings in seiner Funktion als Geschäftsführer der MWSP in Sachen Turley und ich Ihnen zu diesem Sachverhalt Rede und Antwort stehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Christian Franke

Bereichsleiter Unternehmenskommunikation      

 

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