Mannheim

Optik zieht den Leser in den Text

Ein redaktioneller Inhalt kann noch so gut sein – eine gelungene Optik verwandelt ihn zu einem noch Besseren. Gestalter spielen deshalb eine immer wichtigere Rolle im tagtäglichen Zeitungsgeschäft.

Redaktionstechnikerin und Grafikerin Lisa Pauli (kleines Bild) arbeitet zusammen mit ihren vier Kollegen und dem Chef-Layouter immer wieder aufs Neue daran, dass der „Mannheimer Morgen“ („MM“) übersichtlich und leserfreundlich ist. Grafiken, Sonderseiten und erklärende Tabellen, Stadtkarten oder auch mal ein ausgefallenes Design eines Artikels – Mediengestalter veredeln jeden Tag die aktuelle Ausgabe mit ihren Fertigkeiten.

Eine Karte, in der eine Baustelle klar verortet ist, hilft dem Leser beim Verstehen des dazugehörigen Artikels. Und während eines Wahlkampfes die Positionen der einzelnen Parteien in einer Tabelle gezeigt zu bekommen – das dient zur eigenen Meinungsbildung. Nur durch die Zusammenarbeit zwischen einem Redakteur und dem diensthabenden Gestalter ist das möglich.

Lisa Pauli ist seit Juli 2017 fest beim „MM“ angestellt. Davor hat sie – auch im Hause „Mannheimer Morgen“ – eine Ausbildung zur Mediengestalterin gemacht. Haben die planenden Redakteure ihre Arbeit richtig gemacht? Stimmen die Abstände zwischen den Artikeln? Sind Trennlinien dazwischen? Das gehört für Pauli genauso zum Tagesgeschäft, wie das Kreativsein. „Wenn für die Wochenendausgabe eine eigene Grafik gebaut werden muss, kann man sich auf jeden Fall etwas austoben“, sagt sie.

Kreativität ist ein Muss für diesen Beruf. Die 23-Jährige zeichnet besonders gerne. „Nur im Moment fehlt mir die Zeit – und auch die Motivation.“ Denn der Arbeitsalltag im Schichtbetrieb fordere sehr viel davon. „Aber das Zeichnen war schon immer meins“, erklärt sie. Und das wird es auch wohl immer bleiben. jor