Mannheim

Ordentliches Konzept

Stefan Proetel zum geplanten neuen Stadtviertel

Der Abzug der US-Army von ihren Flächen im Stadtgebiet erweist sich immer mehr als Glücksfall. Die Politik kann dort das betreiben, was mit dem Wort "Stadtentwicklung" stets etwas bürokratisch klingt. Sie kann Wohnungen bauen (in allen benötigten Segmenten), sie kann Gewerbe ansiedeln und nebenbei einen Grünzug planen, der in dieser Größe und aufgrund seiner Nähe zur City ziemlich einmalig ist. Das neue Quartier in Käfertal Süd wird, das darf man heute schon stark vermuten, die Stadt aufwerten. Die ersten Konzepte liegen auf dem Tisch und sie sehen sehr ordentlich aus.

Dennoch: Wie immer bei langfristigen Großprojekten wird es Menschen geben, die das alles ganz anders sehen. Bewohner der jetzigen Siedlung blicken künftig nicht mehr auf einen Kasernenzaun, sondern auf mehrgeschossige Wohnhäuser. Auf den Straßen ihres Viertels werden mehr Autos fahren, mehr Menschen unterwegs sein. Solange das neue Quartier lediglich auf Plänen und am Computer simulierten Bildern existiert, ist die Stadt gut beraten, einen stringenten Informations- und Kommunikationskurs zu fahren. Veranstaltungen für die Öffentlichkeit (heute) und ausschließlich für Anwohner (nächste Woche) sind das richtige Mittel, um Vertrauen zu bewahren - oder zu gewinnen.

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