Mannheim

Reitsport Nach Tod zweier Pferde nun Bußgeldverfahren

Ordnungsamt prüft Fall

Nachdem auf der Seckenheimer Waldrennbahn zwei Pferde zu Tode gekommen waren und die Staatsanwaltschaft von einem Ermittlungsverfahren abgesehen hatte, beschäftigt sich nun der Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt mit dem Fall. Das teilte Sprecherin Désirée Leisner auf Anfrage mit.

Bei Rennsportveranstaltungen waren im März und April die Pferde „Hyper Hyper“ und „Radmaan“ so schwer verletzt worden, dass sie eingeschläfert werden mussten. Die Tierrechtsorganisation PETA hatte gegen den Badischen Rennverein und die Halter geklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte in beiden Fällen keine Straftatbestände gesehen, sondern höchstens Ordnungswidrigkeiten wegen möglicher Fahrlässigkeit (wir berichteten).

Einspruch möglich

„Der Vorgang ist in der Zwischenzeit beim Fachbereich eingegangen und wird derzeit einer Prüfung unterzogen“, heißt es vonseiten der Stadt. Laut der Sprecherin wird dieser Fall genauso wie jedes Bußgeldverfahren behandelt. Es durchlaufe dieselben Schritte, hieß es. „Im Vorverfahren werden Beweise gesichert und sich ein Bild vom Tatbestand gemacht“, sagte Leisner. Dabei werde geprüft, ob es sich überhaupt um eine Ordnungswidrigkeit handele.

Im weiteren Schritt bekommen die Betroffenen, also der Rennverein und die Halter, das Recht, sich zu äußern. „Nach Abschluss der Ermittlungen kann ein Bußgeldbescheid nur erlassen werden, wenn der Sachverhalt im notwendigen Umfang aufgeklärt ist und es einen verantwortlichen Täter gibt“, sagte Leisner. Und selbst dann könnte noch Einspruch eingelegt werden.