Mannheim

Verkehrsprobleme So formiert sich die Region

Pakt gegen das Chaos

Mit einem Mobilitätspakt gegen die Zustände auf den Straßen der Region: Die Städte Mannheim und Ludwigshafen, die Industrie- und Handelskammern Pfalz und Rhein-Neckar, die BASF und die Träger des Öffentlichen Nahverkehrs wollen gemeinsam mit den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen Lösungen für die angespannte Situation finden. Der Pakt ist nach der Entscheidung für eine dauerhafte Sperrung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen zu einem besonders dringlichen Thema geworden. Ralph Schlusche, Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN), nannte gegenüber dem „MM“ „noch in diesem Jahr“ als Zeithorizont.

Ein Mobilitätspakt bedeute laut Schlusche, dass alle zusammenkommen, „die die nötigen Kompetenzen haben und Entscheidungen treffen können“. In einer gemeinsamen Vereinbarung werden Maßnahmen schriftlich fixiert, die die Mobilität in der Metropolregion verbessern. Dazu werden sich Facharbeitsgruppen mit einzelnen, konkreten Themen beschäftigen.

Entzerrung von Arbeitszeiten

Hessen und Rheinland-Pfalz haben bereits ihre Bereitschaft zum Mitwirken signalisiert. Baden-Württemberg hat dagegen noch Gesprächsbedarf. VRRN-Vorsitzender und Landrat Stefan Dallinger will den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann am 18. Oktober von der Notwendigkeit des Pakts überzeugen.

Bei den Diskussionen zum Mobilitätspakt soll über kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen gesprochen werden. Kurzfristige Maßnahmen seien zum Beispiel die Entzerrung von Arbeitszeiten, damit nicht alle Pendler gleichzeitig auf die Straßen strömten, und die verstärkte Einrichtung von Heim- oder Telearbeitsplätzen. Insgesamt sind laut Schlusche rund 30 bis 40 Maßnahmen definiert. bjz/stp

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