Mannheim

Panoramasteg als Wegmarke im Grünzug

Archivartikel

Jetzt geht es dann doch schnell und vor allem sichtbar voran mit dem grünen Großprojekt Bundesgartenschau – und dem Grünzug Nord-Ost, wie man immer hinzufügen muss. Denn natürlich sind die Vorhaben, bei denen in den kommenden Wochen die Arbeiten anlaufen, auf Dauer angelegt. Zum Beispiel die Renaturierung des Neckarufers: Hier steht ganz klar die ökologische Korrektur der in den 1920er Jahren erfolgten endgültigen Begradigung des Flusses mit Kanal- und Schleusenbau auf der Liste der Pluspunkte.

Gleiches gilt für das zwar deutlich umstrittenere, aber letztlich für die Au seit der Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet geforderte Gewässer. Die ehemalige Neckarschleife wird somit langfristig an ihre ursprüngliche Gestalt wieder angenähert. Ein Eingriff ins Landschaftsschutzgebiet, ja. Aber eben ein korrigierender. Zumal das Gewässer langfristig auch mit dem Neckar verbunden und somit dann noch näher an seine ursprüngliche Funktion herangeführt werden soll.

Der Panoramasteg hat natürlich nichts mit einer ökologischen Aufwertung der Au zu tun – auf die Liste der Pluspunkte kann man das Projekt aber trotzdem setzen. Denn – kritische Fragen an formalen und möglicherweise auch geschmacklichen Aspekten der Stahlkonstruktion beiseite gelassen – ein Bauwerk wie der Panoramasteg ist unbedingt nötig für die Ausgestaltung eines so großen Landschaftsparks wie des Grünzugs Nord-Ost: als Wegmarke, Orientierungs- und Anziehungspunkt.

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