Mannheim

Technoseum Neue Tonschicht und frisches Wasser im Teich

Parksanierung abgeschlossen

Die letzten Bauzäune werden heute abgebaut: Die seit 2012 andauernde Sanierung des Parks am Technoseum ist abgeschlossen. Wie Museums-Sprecherin Marit Teerling mitteilte, wurden die Arbeiten für insgesamt rund 450 000 Euro vom Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg ausgeführt und bezahlt.

Der Park, so Teerling, wurde 1990 zur Eröffnung des Landesmuseums nach Entwürfen des Berliner Gartenarchitekten Jürgen Zilling mit dem Teich als Gegengewicht zur „technoiden Architektur“ des Museums-Gebäudes angelegt. „Park und Museum bilden ein Ensemble, das dank des Einsatzes des Landes Baden-Württemberg erhalten bleibt und den Mannheimerinnen und Mannheimern auch zukünftig als Naherholungsgebiet dient“, freut sich Museumsdirektor Professor Hartwig Lüdtke.

Mit Naturschutz abgestimmt

Vor drei Jahren wurde bereits über die Wintermonate der Obersee saniert, nun kam der Untersee an die Reihe: Im November 2018 wurden zuerst Absperrungen aufgestellt, die Fische in den Obersee versetzt und anschließend das Wasser abgelassen. Bis März dieses Jahres erfolgte die Instandsetzung der Tonschicht, die ein Versickern des Wassers verhindert. Außerdem wurden die wuchernden Schilfpflanzen zurückgeschnitten, damit der See nicht weiter verlandet, und die Uferzone sowie die Gehwege rund um den Untersee ertüchtigt.

Die Arbeiten wurden mit der Naturschutzbehörde und den -verbänden abgestimmt, denn der Museumspark ist Lebensraum zahlreicher Vögel, Libellen, Reptilien und Amphibien. So nisten dort 20 verschiedenen Vogelarten, darunter Eisvogel, Teichhuhn und Türkentaube. „Unter- und Obersee wurden zeitversetzt saniert, so konnten wir den Tieren ein Rückzugsgebiet bieten, während der andere Teil ertüchtigt wurde“, erklärt Bernd Müller, Leiter des Amts Vermögen und Bau, die Vorgehensweise. red/lang