Mannheim

Trauerportal Neues Angebot des „Mannheimer Morgen“ schafft Hinterbliebenen einen Raum für Trauer / Kostenloses Nutzerforum

Persönliches Gedenken im Netz

Archivartikel

Eine Kerze anzünden, einen Kranz am Grab niederlegen – es gibt verschiedene Wege, wie Angehörige ihrer Verstorbenen gedenken. Das neue Trauerportal des „Mannheimer Morgen“ bietet künftig die Möglichkeit, verstorbener Familienmitglieder und Freunden mit einer persönlichen Internetseite zu gedenken.

„Für Angehörige wird es immer schwieriger, die Grabstelle eines Verstorbenen zu besuchen oder mit anderen Familienangehörigen nach einem Trauerfall im Austausch zu bleiben“, sagt Jutta Lindner, Projektverantwortliche für das Trauerportal bei der Dr. Haas Mediengruppe.

Online kondolieren

Auf dem neuen Trauerportal des „MM“ können Angehörige nun für den Verstorbenen eine persönliche Gedenkseite im Internet anlegen, online kondolieren und Erinnerungen austauschen. Auch können Fotos vom Verstorbenen hochgeladen und Ereignisse aus dessen Lebensgeschichte mit anderen Angehörigen geteilt werden.

„Der Vorteil einer solchen virtuellen Grabstätte: Sie kann von überall und jederzeit besucht werden“, erklärt der Psychologe Lars Segelke. Segelke beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit neuen Formen der Trauer im Internet und hat das neue Portal des „Mannheimer Morgen“ von Beginn an mitentwickelt. „Für viele Trauernde ist es sehr tröstlich, einen solchen Ort des Gedenkens zu haben, um ihre Trauer darüber auszudrücken. Gerade, wenn die Friedhofsgrabstelle weit entfernt liegt und Angehörige in weiterer Entfernung leben“.

Virtuelle Kerze

Familienangehörige können über eine solche Seite untereinander Anekdoten, Fotos und Videos austauschen und ihre Erinnerungen für künftige Generationen archivieren. Das Anzünden einer virtuellen Gedenkkerze für den Verstorbenen bietet dem Trauernden zusätzlich die Möglichkeit, auch ohne Worte mitzuteilen, dass er an den Menschen denkt. „Um die eigene Trauer verarbeiten zu können, ist es für viele Menschen sehr heilsam, sich auszudrücken, sich mit Anderen auszutauschen und Erinnerungen an einen geliebten Menschen zu teilen“, sagt Psychologe Lars Segelke.

Mit jedem in der Tageszeitung veröffentlichten Trauerfall wird künftig automatisch eine Gedenkseite im Internet angelegt, die alle Traueranzeigen, Danksagungsanzeigen und Nachrufe zum Verstorbenen versammelt und mit einem Kondolenzbuch die Möglichkeit bietet, online sein Beileid auszudrücken. Internetnutzer können somit auch nach Verstorbenen recherchieren, einzelne Traueranzeigen speichern oder ausdrucken.

Rat und Hilfe

Der Geschäftsführer von Haas Media, Michael Hollfelder, ist zuversichtlich: „Das Portal mit all seinen Funktionalitäten ergänzt hervorragend die klassische Traueranzeige aus der Tageszeitung.“ Dazu gehört für ihn beispielsweise auch ein kostenloses Nutzerforum, in dem Trauernde sich austauschen können. Ausführliche Ratgeberinformationen und ein Dienstleisterverzeichnis ergänzen das Online-Angebot und bieten Menschen im Trauerfall schnellen Rat und Hilfe.

„Ersetzen kann eine Internetseite ebenso wenig den persönlichen Austausch nach einem Trauerfall wie eine tröstende Umarmung“, sagt Michael Hollfelder, „aber eine sinnvolle Ergänzung können wir all jenen Trauernden bieten, die im Internet nach Informationen, Rat und neuen Gedenkformen suchen“. 

Info: Nähere Informationen finden Sie auch unter www.trauer-mm.de 

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