Mannheim

Pizzaboten mit Schusswaffen ausgeraubt – drei Tatverdächtige in U-Haft

Archivartikel

Mannheim.Nach einem Raubüberfall mit zwei Schusswaffen auf zwei Pizzaboten am 25. Januar ist gegen einen 17-, einen 18- und einen 19-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. Wie die Staatsanwaltschaft und  die Polizei am Donnerstag gemeinsam mitteilten, soll der 19-Jährige am 25. Januar eine Pizza in den Mannheimer Stadtteil Schönau bestellt haben. Als ein 34-jähriger und ein 41-jähriger Pizzaboten die Pizza dort gemeinsam abliefern wollten, bedrohten drei bis vier Täter den 34-Jährigen mit mindestens zwei Schusswaffen. Er wurde aufgefordert die Hände zu heben und sich abzuwenden, andernfalls würde er geschlagen oder erschossen werden. Einer der Täter nahm die Geldbörse des Pizzaboten mitsamt des Bargelds im Wert von rund 800 Euro.

Der andere Pizzabote eilte zu seinem Arbeitskollegen. Daraufhin hielten die Täter die Schusswaffe gegen den Kopf und gegen die Brust des 41-Jährigen. Auch er wurde bedroht und aufgefordert sein Geld herauszugeben. Einer der Täter entwendete dem 41-Jährigen die Geldbörse mit etwa 280 Euro Bargeld, sein Mobiltelefon und die Thermobox mit der Pizzalieferung. Daraufhin flüchteten die Täter.

Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim führten dazu, dass am 22.März acht Durchsuchungsbeschlüsse und die gegen die drei Beschuldigten erwirkten Haftbefehle vollstreckt wurden. Die beschuldigten 17-, 18- und 19-Jährigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim am 22. März dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt. Dieser erließ gegen die Beschuldigten Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen besonders schweren Raubes in zwei Fällen. Die drei Beschuldigten wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Sie stehen im dringenden Verdacht des gemeinschaftlichen besonders schweren Raubes.

Alle Beschuldigten gehören offenbar einer Gruppierung an. Inwiefern diese Gruppierung auch an anderen Straftaten beteiligt sind oder waren, bedarf weiterer Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim. Zur Haftvorführung der drei jungen Männer fanden sich rund zehn Personen, die offenbar derselben Gruppierung angehören, beim Amtsgericht Mannheim ein und versuchten den Ablauf der Haftvorführung zu stören.

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