Mannheim

Güterverkehr Kurz und Löbel äußern sich zu Gutachten

Politiker kritisieren Bahn-Pläne

Archivartikel

Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU) haben die Ergebnisse des Gutachtens zum Güterverkehr in Mannheim kritisiert. „Der Bund sollte nicht die Fehler bei der Rheintalbahn wiederholen und mit einem Projekt in die Planfeststellung gehen, zu dem es keinen Konsens und kein Verständnis in der Bevölkerung gibt“, teilte Kurz mit.

Wie gestern berichtet sieht das Gutachten von Bundesverkehrsministerium und Bahn nach „MM“-Informationen vor, dass der Bahnverkehr im Jahr 2025 auf vier Gleisen durch die Stadt fährt. Das zweite Gleis der Östlichen Riedbahn müsste dafür reaktiviert werden. Es sei absehbar, dass der Lärmschutz bei einer darauf basierenden Planung entweder unzureichend oder stadtplanerisch unzumutbar wäre, so Kurz. Vorgestellt werden soll das Gutachten am Dienstag.

„Mannheim ist ein Sonderfall“

Löbel warb in einem Brief an Kurz für ein überparteiliches Bündnis: „Jetzt ist es an der Zeit, dass wir als Stadt eine klare Position beziehen: Wollen wir eine Umfahrung oder wollen wir eine Untertunnelung der Bahngleise?“, so Löbel. Ob ein gravierender Eingriff wie eine Untertunnelung technisch machbar und der Stadtgesellschaft zuzumuten sei, müsse die Politik unter Einbindung der Bürger klären: „Mannheim ist ein Sonderfall. Und deshalb braucht Mannheim eine Sonderlösung.“ fab