Mannheim

21 senkrecht Von den Nazis schikaniert

Politiker mit Haltung

Ein aufrechter Mensch war er, ein Politiker mit Haltung. Obwohl er nur Volksschulbildung hatte, strebte er schon in frühen Jahren nach Bildung. Nach der Lehre als Müller belegte er Kurse an der Hochschule Hohenheim. Als politisch interessierter Mensch engagierte er sich beim Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, wo er rasch aufstieg. Im Mannheimer Stadtrat vertrat er die Zentrumspartei, 1928 wurde er stellvertretender Leiter des Mannheimer Arbeitsamts, auch in den Landtag zog er ein. Ab 1933 schikanierten ihn die Nazis wegen seinen Überzeugungen, er wurde entlassen, versetzt, degradiert, und – wegen seiner Kontakte zu Carl Friedrich Goerdeler und Jakob Kaiser nach dem Attentat auf Hitler 1944 verhaftet. Nach dem Krieg leitete er dann das Arbeitsamt in unserer Stadt, wurde Fraktionschef im Gemeinderat und später sogar Landtagsabgeordneter. Gesucht ist sein Nachname. scho

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