Mannheim

Ermittlungsgruppe „Poser“ Neues Verbot unterstützt

Polizei geht wieder gegen Autolärm vor

Die Polizei hat angekündigt, dieses Jahr erneut gegen Autoprotzer in Mannheim vorzugehen. Die Ermittlungsgruppe „Poser“ nehme ihre Arbeit am Donnerstag, 19. April, auf, teilte das Präsidium gestern mit. Am vergangenen Wochenende beschwerten sich bereits drei Bürger über zu laute Fahrzeuge. Die Ermittlungsgruppe nimmt nun im dritten Jahr ihre Arbeit zur besonderen Motoren- und Auspufftechnik auf. Dabei erhalten sie Unterstützung durch ein neues Verbot: Seit Februar ist die Nachrüstung mit Klappenauspuffanlage und Soundgeneratoren nicht mehr erlaubt. Auch das Kraftfahrtbundesamt kritisierte bei seinen jüngsten Revisionsmessungen das Geräuschverhalten der getesteten Fahrzeuge und stimmt sich mit den Herstellern ab, wie es in der Mitteilung heißt.

Die Gelben Karten gibt es dieses Jahr ebenfalls wieder. Sie werden vorbeugend mit Warnanschreiben an Halter versendet, deren Fahrzeuge zweimal aufgefallen sind. Im vergangenen Jahr wurden 112 Fahrzeuge von Protzern aus dem Verkehr gezogen und 104 Lärmgutachten veranlasst. 79 „Poser“ erhielten wegen unnötigen Lärmens ein Verwarnungsgeld. Bei den PS-Protzern sind besonders die Fressgasse und die Kunststraße beliebt.

Bürger können sich bei Belästigungen an mannheim.vd@polizei.bwl.de wenden. ham