Mannheim

Migrationsbeirat

Polizeipräsident reagiert auf Anfrage

Die Anfrage des Migrationsbeirats habe er „sehr ernst genommen“, sagte Polizeipräsident Thomas Köber – und deshalb die Statistik seit 2014 ausgewertet. Sein Ergebnis: „Mannheim ist kein Pflaster für Extremisten – aus welcher Ecke auch immer“, das erklärte Köber gestern in der Sitzung des Sicherheitsausschusses.

Die Mannheimer Migrantenvertretung hatte zuletzt den Eindruck, dass fremdenfeindliche Vorfälle zugenommen hätten. Deshalb hatte sie eine entsprechende Anfrage an Stadtverwaltung und Polizei gestellt (wir berichteten).

Die sogenannte Identitäre Bewegung, von der jüngst islamfeindliche Aufkleber an einer muslimischen Kita in der Neckarstadt stammten, sei „sehr verdeckt unterwegs“, sagte Köber. „Die machen Blitzaktionen, tauchen ab und feiern sich dann im Netz.“ Der Polizeipräsident zählte drei Flugblatt- oder Banneraktionen im Jahr 2017 auf. „Wir haben das im Visier.“ Zwischen 2014 und 2017 verzeichnet die Statistik jeweils eine islamfeindliche und eine antisemitische Straftat. Im gleichen Zeitraum habe es jeweils zwischen neun und 25 Anzeigen wegen extremistischer Sachverhalte gegeben. imo