Mannheim

Hygieneauflagen Abstimmung mit Schulen erforderlich

Probleme für Vereine mit Sporthallen

Archivartikel

Für einige Vereinssportler hat es zu Schuljahresbeginn eine böse Überraschung gegeben. Sie konnten ihre Hallen nicht nutzen, weil erst Hygienekonzepte mit den Schulen abzustimmen waren. Ist am nächsten Tag Sportunterricht, muss nach Mannschaftstraining am Abend alles rechtzeitig gereinigt sein. Mittlerweile sind die Probleme nach Angaben der Stadt großteils behoben. Dort, wo nicht, werde man den Vereinen alternative Angebote machen, kündigte Fachbereichsleiter Uwe Kaliske in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses an. Der Ärger bei manchen Betroffenen soll dem Vernehmen nach aber noch groß sein.

Schulleiter müssen einwilligen

Stadtsprecherin Beate Klehr-Merkl verweist indes auf Vorgaben des Landes. Der Infektionsschutz für Schüler und Lehrkräfte habe oberste Priorität. Eine „Nutzung der Schulen für nichtschulische Zwecke“ sei nur möglich, wenn sie der Schulleiter ausdrücklich gestatte und eine ordnungsgemäße Reinigung organisiert werde. Dass diese vor Schulsport bis sieben Uhr morgens erfolgen müsse, sei den Kommunen erst bei einer Videokonferenz am 18. September bekannt gegeben worden. Schulbeginn war am 14. September. Dann habe man schleunigst mit dem zuständigen Dienstleister geprüft, wie sich diese Auflage umsetzen lasse.

Probleme gab es auch wegen der Überlassungserklärungen für die Hallen, die die Schulleiter unterzeichnen mussten. Zwei haben laut Klehr-Merkl nicht zugestimmt, andere taten es mit Verspätung oder warfen Klärungsbedarf auf. Kaliske sagte, es gebe etwa Rektoren, die Hallen nur für Elternabende bräuchten. Mittlerweile seien fast alle Bedarfe ermittelt und man versuche, sie unter einen Hut zu bringen. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir allen Betroffenen Alternativangebote machen können“, so Kaliske. 

Zum Thema