Mannheim

Stadthaus Unterschiedliche gemeinschaftliche Lebensformen auf Franklin und Spinelli werden am 22. Februar vorgestellt

Projektbörse informiert über neue Wohnmodelle

Wer sich für gemeinschaftliche Wohnmodelle interessiert, kann sich darüber am Samstag, 22. Februar, im Stadthaus informieren. Dort findet im Raum Toulon (1. OG) von 11 bis 14 Uhr eine Projektbörse statt. Gemeinschaftliches Wohnen sei sehr vielfältig, heißt es in der Einladung. „Keine Gruppe gleicht der anderen.“ Unterschiedliche Formen seien etwa Baugemeinschaften, Investorenmodelle oder eigenständige Träger. „Ein gemeinsames Ziel aller Akteure ist es, sich auf veränderte gesellschaftliche und städtebauliche Strukturen einzulassen.“

Als Beispiele wird auf Spinelli und Franklin verwiesen, wo mit Unterstützung der Stadt insgesamt fünf neue gemeinschaftliche Wohnprojektgruppen geplant seien. Dabei entstünden energieeffiziente Häuser entsprechend den Wünschen der Projektmitglieder, bei denen mehrere Haushalte in separaten Wohnungen lebten, „sich aber für das gemeinschaftliche Leben, eine gegenseitige Unterstützung oder die Verfolgung eines gemeinsamen Lebensgrundsatzes entschieden haben“, heißt es.

„Bestechende Lage“

Die Konversionsfläche Spinelli „mit ihrer bestechenden Lage zum Gelände der Bundesgartenschau“ und die Konversionsfläche Franklin mit direktem Zugang zum Käfertaler Wald versprächen nicht nur Ruhe und Erholung. Auf ihnen biete sich „auch die Gelegenheit, sich in einer neuen Wohnform einzubringen und ein neues Wir-Gefühl zu erzeugen“.

So wolle die Gruppe Esperanza auf Franklin ein generationenübergreifendes, gemeinschaftlich organisiertes Wohnprojekt in Partnerschaft mit dem Mietshäusersyndikat initiieren. Und auf Spinelli versuchten sich die Gruppen MAvanti, NeighborWood, Oikos und WohnWerk an einem gemeinsamen Beitrag zur Entwicklung des Quartiers durch innovatives und energetisches Bauen und Leben.

Die Gruppe MAvanti arbeite an einem Energiekonzept zur CO2-Reduzierung sowie an einer Permakultur, also nachhaltigem Gartenbau. Die Gruppe NeighboorWood plane – in der Rechtsform der Baugemeinschaft – ein viergeschossiges Niedrigenergie-Wohnhaus mit einer gemeinschaftlich genutzten Fläche im Erdgeschoss. Die Gruppe Oikos wolle auch ein Wohnhaus in Holzbauweise errichten, sie habe sich für die Genossenschaft als Rechtsform entschieden. Ebenso die Gruppe WohnWerk, die eine Nachbarschaftsgemeinschaft aus mehreren Generationen mit einer ökologisch nachhaltigen Lebensform anstrebe.

Alle diese Gruppen suchten noch Mitstreiter, steht in der Einladung zur Projektbörse. Nähere Informationen gibt es beim Fachbereich Stadtplanung unter 0621/293 78 52 oder www.mannheim.de/gemeinschaftlichewohnprojekte

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