Mannheim

Landeswettbewerb Geschwister-Scholl-Gymnasium ist Jugend-forscht-Schule 2019 / Sonderpreise für Mannheimer Teilnehmer

Projektförderung seit fast zwölf Jahren

Archivartikel

Wenn die Jungforscher sich auf Landesebene messen, ist eines fast sicher: Vertreten sind bei Jugend forscht oder der Juniorsparte Schüler experimentieren regelmäßig Vertreter des Geschwister-Scholl- (GSG) und des Ludwig-Frank-Gymnasiums (LFG). Denn beide sind ausgesprochen aktiv. Beim Jugend- forscht-Landeswettbewerb in Fellbach bei Stuttgart erhielt das GSG dafür jetzt die Auszeichnung Jugend forscht-Schule 2019 – verbunden mit 1500 Euro Preisgeld.

Die Schulleitung unterstütze Jugend forscht „in vielfältiger Weise“, lobte Preisstifter Thomas Wendt von der Experimenta Heilbronn. Sogar der Stundenplan sei auf die Aktivitäten abgestimmt. Das würdigte in ihrer Laudatio auch Marianne Rädle. Seit 2007 nehme das GSG „regelmäßig mit einer großen Anzahl von Projekten teil, aus denen viele Regional- und auch Landessieger hervorgegangen sind“. 2016 errang eine GSG-Schülern einen zweiten Platz beim Bundesfinale. Thomas Wendt hob nicht zuletzt die personelle Kontinuität am GSG hervor. Die Arbeitsgemeinschaft startete vor zwölf Jahren mit Heike Magg und Patricia Wiegand – inzwischen gehören die Kollegen Hannelore Scheid und Dennis Hoffmann sowie die Schüler Felix Friede und Leonie Schneider dem Team an. Das Preisgeld helfe dabei, einen im Herbst neu zur Verfügung gestellten Jugend-forscht-Raum auszustatten, so Wendt. Den Raum im Nachbargebäude habe man vor den Sommerferien wegen Brandschutz schließen müssen.

Beim Landeswettbewerb angetreten waren drei Wettbewerber aus Mannheim. Sie erzielten zwar keine ersten Preise – und ziehen deshalb nicht ins Bundesfinale ein. Aber über Erfolge dürfen sie sich dennoch freuen. Im mit elf Teams stark besetzten Fachgebiet Chemie holten Samuel Pickford, Anastasia Kovalenka und Lucas Schröder (GSG) den zweiten Platz. Sie hatten aus Pilzen einen abbaubaren Kunststoff gewonnen, der nach Ansicht der ausrichtenden Bosch AG „ein möglicher Biokunststoff der Zukunft“ sein könnte.

Auftritt bei Bundesgartenschau

Den „Sonderpreis für ökologische Vielfalt“ erhielt in einem Feld mit elf Mitbewerbern Maria Yemane (GSG). Sie untersuchte, welche Staudenmischungen bei Klimawandel am geeignetsten sind. Fatima Zehra Ulu und Michelle Möst vom LFG entwickelten einen Treppenputzroboter und traten in der Sparte Technik als einzige Mädchen gegen 16 andere Projekte an. Ihre Erfindung dürfen sie im September bei der Bundesgartenschau Heilbronn am Stand des Kultusministeriums präsentieren. Beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren Mitte Mai in Balingen treten drei LFG-Gruppen, zwei vom GSG und eine vom Lessing-Gymnasium an.