Mannheim

Kriminalität Landgericht Mannheim gab Antrag der Verteidiger statt

Prozess gegen Jugendbande: Öffentlichkeit ausgeschlossen

Mannheim.Im Prozess gegen fünf junge Männer, denen die Staatsanwaltschaft schwere räuberische Erpressung vorwirft, ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Gleich zu Beginn des Prozesses am Freitag gab das Mannheimer Landgericht einem entsprechenden Antrag der Verteidiger statt. Die Angeklagten waren zum Zeitpunkt der Tat im vergangenen Herbst zwischen 17 und 24 Jahre alt. Daher wäre bei einigen von ihnen Jugendstrafrecht anzuwenden, das einen hohen Persönlichkeitsschutz vorschreibt. Im dem auf sieben Verhandlungstage angesetzten Verfahren wird nun nur das Urteil bekanntgegeben. Es ist nach jetzigem Stand für den 4. Mai vorgesehen. Die Männer sollen von ihrem Opfer mit Schlägen und Tritten verlangt haben, seine Anzeige gegen einen von ihnen zurückzuziehen. Laut Anklage forderten sie 2000 Euro in bar. Die Angeklagten sitzen alle in Untersuchungshaft und wurden von Justizvollzugsbeamten mit Handschellen in den Gerichtssaal gebracht. Zwei sind türkische, drei deutsche Staatsangehörige. Vor ihrer Inhaftierung gingen zwei noch zur Schule, zwei machten eine Ausbildung und einer studierte. Alle wohnen in Mannheim. Auf ihren Wunsch hin dürfen einige Eltern trotz Ausschluss der Öffentlichkeit dem Verfahren beiwohnen. Der Prozess steht unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

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