Mannheim

Prozess um Taxiüberfall - Angeklagter schweigt

Mannheim.Wegen besonders schweren Raubes muss sich seit heute Morgen ein 23-jähriger afghanischer Staatsbürger vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Gemeinsam mit einem unbekannten Mittäter soll er im August 2017 bei einer Taxifahrt den Fahrer bedroht und ausgeraubt haben.

Nach Angaben von Staatsanwältin Beate Ritzke waren die beiden Männer am Paradeplatz zugestiegen, in Höhe der Industriestraße habe der unbekannte Mittäter plötzlich ein Messer gezückt und damit den Taxifahrer bedroht. Als dieser den Wagen abbremste und stehenblieb, habe der Angeklagte eine Schusswaffe gezogen, sie dem Taxifahrer vorgehalten und die Waffe durchgeladen.

Der Mittäter soll sich daraufhin, so lautet die Anklage, die im Fußraum abgelegte Geldbörse des Taxifahrers geschnappt haben. Damit sei das Duo schließlich geflüchtet. Der Taxifahrer blieb unverletzt, in der Geldbörse hätten sich rund 500 Euro befunden.

Der nun Angeklagte war kurz nach dem Überfall auf einem Firmengelände in der Industriestraße von der Polizei gefasst worden. Vor Gericht schwieg der 23-Jährige. Er machte heute Vormittag weder Angaben zu den Vorwürfen noch zu seinem Lebenslauf. In einem Brief an das Landgericht hatte er im Januar allerdings seine Unschuld beteuert. Ab 11 Uhr soll der Taxifahrer vor Gericht zu dem Überfall befragt werden.