Mannheim

Politik Karl-Heinz Paskuda tritt wieder aus

Querelen in Mieterpartei

Archivartikel

Die in Mannheim neu gegründete Mieterpartei erlebt derzeit heftige Querelen. Karl-Heinz Paskuda, der die Partei in Mannheim Anfang des Jahres mitgegründet hatte, erklärte gestern öffentlich seinen Austritt. Er begründete das mit „undemokratischen Strukturen“ in der Mieterpartei. Diese machten ihm eine Mitarbeit unmöglich.

Paskuda teilte sich den Vorsitz mit Ulrike Schaller-Scholz-Koenen. Offenbar war es nun zwischen beiden zu massiven Differenzen gekommen. Dabei soll es auch um die Besetzung der Liste für die Europawahl gegangen sein. Paskuda warf anderen Mitgliedern der Partei vor, bei der Aufstellung der Liste rechtswidrig gehandelt zu haben. Erst nach Protesten aus Mannheim und Frankfurt sei die Liste zurückgezogen worden. An der Spitze dieser Liste stand zu diesem Zeitpunkt eine Mannheimerin. Hier kritisiert Paskuda, dass sie „bisher weder für die Partei gearbeitet hatte, noch irgendwelche inhaltlichen Positionen vertrat oder darstellen konnte.“

„Alles diktieren“

Die bisherige Co-Vorsitzende Schaller-Scholz-Koenen weist die Vorwürfe von Paskuda zurück, und wirft ihm wiederum vor, dass er „alles diktieren will“. Die Mannheimer Mieterpartei müsse wegen Fehlern bei der ersten Wahl ohnehin den Vorstand neu wählen, das soll am kommenden Samstag passieren. „Ich kann mir gut vorstellen, dann wieder anzutreten“, sagt Schaller-Scholz-Koenen auf Nachfrage. Künftig müsse es dann drei Vorsitzende geben, um Patt-Situationen vermeiden.

Karl-Heinz Paskuda kündigt dagegen an, sich aus der Parteipolitik zurückzuziehen. Er wolle aber weiterhin wohnungspolitisch aktiv bleiben. bro