Mannheim

Beliebter Anlaufpunkt Stoffmarkt Holland auf dem Marktplatz zieht Hobbyschneiderinnen an / 160 Stände mit Textil- und Kurzwaren

Reichlich Angebote für ausgefallene Geschmäcker

Archivartikel

Auch der beliebte Stoffmarkt Holland nahm am verkaufsoffenen Sonntag teil, öffnete aber bereits um 11 Uhr auf dem Marktplatz, so dass die Freunde des gepflegten Einkaufsbummels schon vor dem allgemeinen Beginn um 13 Uhr starten konnten.

Stoffmarkt und Geschäfte nehmen sich jedoch laut Marktleiter die Kunden nicht weg. „Im Gegenteil, die Stadt-Kunden machen einen Abstecher hierher, und die Hobbyschneider gehen noch in die Stadt“, sagte Inhaber Marco Spoelder, der höchstpersönlich hinter den Verkaufstischen steht und Stoffe im Akkord abschneidet. Zum Stöbern und Kaufen wird den Besuchern einiges geboten, wie immer beim Stoffmarkt Holland. An 160 Ständen gibt es Bekleidungs- und Dekostoffe aller Art, aber auch Kurzwaren.

Für jeden Stoff kann man sich die passenden Knöpfe oder Zierborten aussuchen. Wem seine Fenster zu kahl sind, hat eine reichliche Auswahl an Gardinenstoffen. Spoelder ist mit seinen Marktleuten seit 2004 in Deutschland unterwegs. In den Niederlanden sind große Stoffmärkte schon länger üblich – und ausgesprochen erfolgreich. Ein Grund für diesen Erfolg könnte sein, dass Stoff- und Kurzwarengeschäfte immer seltener werden. Zu den Märkten in Deutschland kommen aus allen Bundesländern Stoffanbieter, häufig beteiligen sich auch örtliche Stoffhändler.

So entsteht eine vielfältige, bunte Mischung. Manche Besucher waren von weither angereist. „Ich komme aus Bremen. Nein, nicht extra wegen des Stoffmarktes hier, der kommt ja auch zu uns“, sagt Inge Schnibbe. „Ich bin wegen des 30. Geburtstags meiner Tochter hier in Mannheim, nun nutzen wir den Sonntag zum Einkaufen. Wir suchen spezielle bunte Deko-Stoffe für Sofakissen. Der Partner meiner Tochter ist bei ihr eingezogen – er wünscht sich mehr Farbe!“ An Farbe mangelt es nicht auf dem Stoffmarkt, die Palette ist umfangreich, man findet jede Farbe in jeder Nuance, ausgefallene Geschmäcker kommen auf ihre Kosten. Auch junge Mütter, die gerne für die Kinder Accessoires nähen, trifft man auf dem Stoffmarkt.

„Ich stöbere hier zusammen mit meiner Freundin Sonja nach Stoffen. Sie ist extra aus Wiesbaden angereist. Ich nähe für meinen Sohn Kleidung und Decken“, so Katharina. Auf die Frage, was an selbst genähten Sachen besser sei als an gekauften, meint die Mannheimerin: „Man kann Details anbringen, die die Dinge individuell machen. Außerdem lässt sich Selbstgemachtes gut verschenken.“ Dass verkaufsoffener Sonntag ist, haben die beiden Freundinnen nicht gewusst. „Aber jetzt, da wir es wissen, lohnt sich eventuell doch ein Bummel. Unsere Männer haben auf die Kinder aufgepasst, die holen wir jetzt ab und bummeln vielleicht gemeinsam.“

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