Mannheim

Sicherheit Stadt schüttet 100 000 Euro aus

Retter erhalten Geldspritze

Archivartikel

Für ihren Einsatz im Katastrophenschutz erhalten die Hilfsorganisationen nun Geld von der Stadt. Seit den Etatberatungen im Dezember 2019 steht dafür pro Jahr ein Topf von 100 000 Euro zur Verfügung. Das hatte der Gemeinderat damals auf Initiative von CDU-Stadtrat Chris Rihm, der selbst ehrenamtlich beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) tätig ist, beschlossen – damals gegen den Wunsch der Verwaltung.

Als nun aber die Aufteilung der Gelder beraten wurde, gab es Lob vom Ersten Bürgermeister Christian Specht. „Noch nie hat der Gemeinderat eine so weise und kluge Voraussicht gehabt“, so Specht. Schließlich habe sich gerade bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie die gute Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen als sehr wertvoll und hilfreich erwiesen. „Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet“, so Specht, was man gerne honorieren wolle.

Neuer Einsatzleitwagen

Bisher hatten die Organisationen ihre Beteiligung am Katastrophenschutz – Kleidung für Helfer, Einsatz- und Sanitätsmaterial, Fahrzeugunterhalt – allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Nun wurde eine Aufteilung in eine institutionelle und eine Projektförderung beschlossen. 80 000 Euro werden, aufgeteilt auf die Organisationen, pauschal ausgezahlt. Als Projektförderung gehen in diesem Jahr 20 000 Euro an den Kreisverband des Roten Kreuzes für die Beschaffung von Hard-und Software für die Kommunikationstechnik für einen Einsatzleitwagen, der zur Führungsunterstützung bei größeren Schadensereignissen dient. Die restlichen 22 000 Euro, die dafür nötig sind, trägt das Rote Kreuz selbst.

Zwischen den Organisationen – Rotes Kreuz, ASB, Johanniter und Malteser – ist abgesprochen, dass sie die Projektmittel jedes Jahr im Wechsel beantragen, damit jeder mal zum Zuge kommt. „Alle profitieren, es gibt keinen Streit, sondern eine gute Abstimmung untereinander und mit uns“, sagte Specht. Der Sicherheitsausschuss des Gemeinderats hat die Aufteilung der Gelder dann einstimmig gebilligt. 

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