Mannheim

Silvesternacht II Leitstelle Ladenburg berichtet von mehr Notrufen / Zahl der Fahrzeuge aufgestockt

Rettungswagen ständig unterwegs

Archivartikel

Deutlich mehr als im Vorjahr war in der Silvesternacht der Rettungsdienst unterwegs. „Wir hatten in allen Bereichen ein erhöhtes Einsatzaufkommen“, so Udo Dentz von der Führung der Integrierten Leitstelle Ladenburg, die den Rettungsdienst in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis steuert.

So mussten zwischen 0 und 6.30 Uhr die Rettungswagen 240 mal ausrücken – im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 195 Einsätze. „Das meiste war Alkohol, auffällig viele Schlägereien oder Verletzungen durch Böller – da gab es einiges in der Richtung mit schweren Handverletzungen“, so Denz. Als dann noch ein Unfall auf der A 5 passierte, forderte die Leitstelle sogar kurzzeitig Rettungskräfte aus dem Landkreis Karlsruhe an, „aber das ist dann ganz üblich“, erklärte Denz.

Ins Gesicht geschossen

Ohnehin waren zusätzlich zu den Kapazitäten in normalen Nächten in Mannheim zwei weitere Rettungswagen von Johannitern und Maltesern sowie vom Roten Kreuz jeweils in Weinheim, Heidelberg und Talhaus im Dienst.

„Wir hatten gut zu tun, aber im Rahmen wie in jedem Jahr“, schätzte Matthias Kolibabka, Arzt in der Zentralen Notaufnahme des Universitätsklinikums, die Silvesternacht ein. „Ein Patient hat sich beim Entzünden einer Feuerwerksbatterie genau darüber gebeugt und sich ins Gesicht geschossen“, berichtete er, es sei aber bis auf Feuerwerksreste im Auge „zum Glück nichts ganz Schlimmes“ passiert. Zudem habe es zahlreiche Alkoholvergiftungen gegeben, „von jung bis alt, von 16 Jahren bis zu einem Mann mit Jahrgang 1932 und 2,3 Promille“.

„Viel los, aber nicht viel mehr als sonst“, meldete ein Arzt der Notaufnahme vom Theresienkrankenhaus. „Es war deutlich ruhiger als sonst“, wunderte sich dagegen Dieter Schilling, der Ärztliche Direktor des Diakonissenkrankenhauses. In der Nacht habe es keine schweren Verletzungen oder Erkrankungen gegeben, „aber dafür war an den Tagen vorher hier enorm viel los, ganz viele Infekte oder Herz-/Kreislauffälle, aber der Jahreswechsel war dafür bei uns ruhig“, so Schilling.

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