Mannheim

Richter rehabilitiert Ex-Rektorin von Ludwigsburger Hochschule

Archivartikel

Mannheim.Den Auftakt der Verhandlung über die Rechtmäßigkeit ihrer Abberufung kann die ehemalige Rektorin der Verwaltungshochschule Ludwigsburg als persönlichen Erfolg verzeichnen: Der Vorsitzende Richter Andreas Roth bezeichnete Claudia Stöckle vor dem Verwaltungsgerichtshof als Opfer einer Intrige der damaligen Kanzlerin der Hochschule. "Es gab disizipliar- und strafrechtlich relevantes Verhalten - aber nicht von Ihnen", sagte Roth am Donnerstag in Mannheim. Für Stöckle ist diese Rehabilitierung wichtig. Sie sieht ihre Abwahl als Folge der von ihr entdeckten Missstände an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen und der fehlenden Unterstützung des Wissenschaftsministeriums.

Roth äußerte sich in der Frage der Rechtmäßigkeit der Abberufung Stöckles durch Hochschulrat, Senat und Wissenschaftsministerium Anfang 2015 weniger klar. Nach dem Erfolg Stöckles vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart, das 2018 ihre Abberufung als rechtswidrig bewertet hatte, hatten Land und Hochschule Rechtsmittel eingelegt. Zum Thema Abwahl äußerte sich Roth nur so: Bei der Abstimmung hätten sich mehr als zwei Drittel gegen den Verbleib Stöckles an der Amtsspitze ausgesprochen. Er sprach von einem unübersehbaren Vertrauensverlust. Stöckle hatte moniert, dass die Gremien keine konkreten Gründe für ihre Abwahl publik gemacht hätten.

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