Mannheim

Forstwirtschaft Freie Wähler lehnen „Waldumbau“ ab

„Rodungen sind zu risikoreich“

Archivartikel

Die Freien Wähler/Mannheimer Liste (ML) wenden sich ausdrücklich gegen Pläne, im Kollekturwald, einem rund 111 Hektar großen Teilstück des Käfertaler Waldes, das der evangelischen Stiftung Pflege Schönau gehört, Rodungen im großen Stil auszuführen. Wie berichtet, plant die Stiftung als privater Waldbesitzer, die invasive Baumart Traubenkirsche aus dem Waldstück zu entfernen. Das soll pro Jahr auf rund 30 Hektar geschehen, Beginn der Arbeiten soll im August sein. Während Kritiker der „Waldumbau“ genannten Arbeiten einen Kahlschlag fürchten, weist die kirchliche Stiftung den Vorwurf zurück.

Laut ML bewerten Fachleute für Forstwirtschaft von Land und Kommune einen Waldumbau von mehr als sechs Hektar pro Jahr als „zu risikoreich“. ML-Fraktionsgeschäftsführer Roland Weiß: „Die massiven Einschränkungen des Erholungswertes des Waldes durch solch brachiale Rodungsarbeiten sind weder der Natur noch den erholungsuchenden Menschen zuzumuten.“

Weiß: Erholungswert sinkt

Man wolle „diese großangelegte Rodung des wertvollen Waldes nicht hinnehmen“, so Weiß. Der geplante Einsatz von großen Maschinen und Baggern im Wald werde eine starke Minderung des Erholungswertes zur Folge haben. Nicht nur die direkt bearbeiteten Waldflächen, sondern weitere Bereiche des Waldes werden durch derlei „brachiale Maßnahmen erheblich in Mitleidenschaft gezogen“, fürchtet die Mannheimer Liste. Weiß: „Einmal mehr werden sich die Mannheimer zum Schutze ihres Erholungswaldes, der Natur und Tierwelt engagieren müssen.“ lang

Zum Thema