Mannheim

Am Rande Viele prominente Gäste beim Gottesdienst

Saumagen und Wein als Abschied

Archivartikel

„Des hätt’ ihm gefallen“, waren sich danach alle einig, als sie mit einer Flasche Wein und einem Saumagen nach Hause gingen: Zahlreiche prominente Gäste kamen zum Gedenkgottesdienst für Helmut Kohl. Peter Hofmann, der Initiator, wäre danach gerne mit ihnen zum Essen gegangen, wie das Kohl immer nach seinen Besuchen in der Jesuitenkirche gemacht hat. Aber in Corona-Zeiten gab es eben eine andere Erinnerung: Saumagen und Pfälzer Wein.

Gleich zwei ehemalige Bundesminister, Franz Josef Jung (2005 bis 2009 im Verteidigungsressort) und Friedrich Bohl (1991 bis 1998 Chef des Bundeskanzleramts) kamen neben der amtierenden Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Kohls Ehrung nach Mannheim. Die Stadt wurde von Erstem Bürgermeister Christian Specht und Kulturbürgermeister Michael Grötsch, der Gemeinderat von Ralf Eisenhauer (SPD), Helen Heberer (SPD) und Marianne Seitz (CDU) vertreten. Aus der Region kamen der Heidelberger Bundestagsabgeordnete Karl A. Lamers sowie Peter Uebel, Vorsitzender der CDU-Fraktion in Ludwigshafen, und die ehemalige Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse. Karl Jung hieß zudem als langjährige Weggefährten Kohls den früheren MVV-Chef Roland Hartung, den ehemaligen Bürgermeister Rolf Schmidt, den Publizisten Hugo Müller-Vogg und den ehemaligen Stuttgarter Wissenschaftsminister Peter Frankenberg willkommen.

Ein besonderer Dank galt Restaurator und Kunstschmiedemeister Martin Wilperath (Altrip), der die Bronzetafel gestaltet hatte. Das korrosionsbeständige Metall sei ein „Anklang an die Ewigkeit“. Ursprünglich sollte die Gedenktafel bereits am 3. April zum 90. Geburtstag Helmut Kohls enthüllt werden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Ehrung aber verschoben. pwr

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