Mannheim

Schlag gegen Drogenhandel auf der Neckarwiese

Archivartikel

Mannheim.Die Polizei ist am frühen Dienstagmorgen vergangener Woche gegen mutmaßliche Drogenhändler in Mannheim vorgegangen. Sie stehen im dringenden Verdacht in der Innenstadt, der Neckarstadt und vor allem auf der Neckarwiese einen "schwunghaften Handel mit Betäubungsmitteln" betrieben zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft erst am Montag mitteilten. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten rund 200 Gramm Marihuana, 110  Plomben verkaufsfertig verpacktes Haschisch und sechs Gramm Kokain. Außerdem entdeckten sie rund 2 200 Euro mutmaßliches Dealgeld und diverses Diebesgut. Mehrere Zimmer in den Flüchtlingsunterkünften Industriestraße und Benjamin-Franklin-Village in Mannheim, weiteren Unterkünften im Rhein-Neckar-Kreis sowie zahlreiche Wohnobjekte in ganz Baden-Württemberg wurden durchsucht. Nach Erkenntnissen eines Mitarbeiters waren darunter auch zwei Unterkünfte in Hemsbach.

Die Behörden hatten zuvor durch "langwierige offene und verdeckte Ermittlungen" insgesamt 57 Tatverdächtige aus Gambia und dem Magreb festgestellt. Am Dienstag wurden insgesamt  37 Durchsuchungsbeschlüsse und 7 Haftbefehle erwirkt. Fünf Haftbefehle konnten daraufhin vollstreckt werden. Die Tatverdächtigen wurden nach der Vorführung beim Haftrichter und Eröffnung der Haftbefehle in Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die beiden weiteren Tatverdächtigen sind noch flüchtig, nach ihnen wird derzeit gefahndet. Die Ermittlungen dauern an. (pol/kris)