Mannheim

Benefizaktion Wohltätigkeitslauf der Ahmadiyya-Gemeinde zugunsten von Hilfsprojekten

Schnell sein und Gutes tun

Archivartikel

Das Ziel leuchtet orange und ist klar abgesteckt: Ein großer luftgefüllter Bogen weist im Unteren Luisenpark auf den Charity-Walk der Ahmadiyya-Gemeinde hin. Suhail Butt, Mitglied der etwa 850 Mitglieder zählenden muslimischen Gemeinde, begrüßt Kinder und Erwachsene, die sich noch bis vor wenigen Minuten spontan vor Ort anmelden konnten. Wie bei den rund 250 anderen Ahmadiyya-Gemeinden in Deutschland lautet das Konzept der Benefizveranstaltung: laufen, mit dem Startgeld Gutes tun und vielleicht auch noch einen Pokal gewinnen.

Zuerst starten die 47 Kinder ihre etwa 800 Meter lange Runde durch den Park und über den Sportplatz am Unteren Luisenpark bis zur Ziellinie. Fleißige Helfer stehen am Rand und geben Richtungsanweisungen. Kurz darauf starten die erwachsenen Teilnehmer ihre 5000-Meter-Strecke. Nachdem alle Teilnehmer die Runden geschafft haben werden die Schnellsten mit einer Medaille und einem Pokal geehrt.

„Es war sehr anstrengend. Ich dachte, die Strecke wäre viel kürzer!“, sagt der dritte Sieger der Kinder, als er sich seine Medaille auf der Bühne abholen durfte. „Die Wohltätigkeitsarbeit gehört bei unserer Gemeinde dazu“, erklärt Imam Adeel Ahmad Shad. „Als Muslime finden wir es wichtig, uns hier in Deutschland aktiv zu integrieren und Gemeinden wie uns zum Vorschein zu bringen“, so Shad weiter.

Auch Isabel Cademartori, Stadträtin und Integrationssprecherin der SPD, sagt: „Mit dem Islam wird oft viel Negatives assoziiert. Die Ahmadiyya-Gemeinde ist ein gutes Beispiel in unserer Stadt, das dem nicht so ist.“ In ihrem Grußwort auf der Bühne bedankt sie sich im Namen der Stadtverwaltung bei der Gemeinde und betonte die guten Beziehungen zwischen muslimischen Gemeinden und der Stadt. Die Spenden, die durch den Lauf gesammelt wurden, kamen drei Organisationen zugute. 1000 Euro gingen jeweils an die Nikolauspflege und den Mannheimer Ortsverband der Deutschen Leukämie-Forschungs-Hilfe, weitere 800 Euro wurden der Wohltätigkeitsorganisation der internationalen Ahmadiyya-Gemeinde Humanity First gespendet. Die Nikolauspflege, eine Stiftung für blinde, seh- und mehrfachbehinderte Menschen, möchte das Geld für Therapiemittel verwenden.

Der Ortsverband der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe werde in bereits bestehende Projekte investieren, sagte Elfriede Breiter, als sie den Scheck entgegennahm. Sie leitet seit 30 Jahren das Elternhaus in der Neckarstadt. Imam Shad bedankte sich bei den etwa 100 Teilnehmern und lud ein, den Tag bei selbstgekochtem Essen im Unteren Luisenpark ausklingen zu lassen.

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