Mannheim

Schreibtisch voller Zettel

Ein Telefon klingelt, das Klick Klack tippender Finger ist zu hören, zwei Kollegen sprechen Themen ab. Im Newsroom des „Mannheimer Morgen“ ist viel los. Dort wird entschieden, welche Themen in welcher Größe in die Zeitung und auf die Internetseite morgenweb.de kommen oder in die sozialen Medien wie Whatsapp, Facebook oder Twitter eingespielt werden. Aus jedem Bereich arbeitet dort ein Redakteur: Sport, Online, Lokales Mannheim, Metropolregion, Kultur, Wirtschaft „Aus aller Welt“ – und Politik. Seit Juli ist Larissa Hamann für die Politik zuständig.

Das heißt, vormittags als erstes die Themen checken: Wie sind die aktuellen Entwicklungen zum Brexit? Was macht Merkel? Ein Thema nach dem anderen prasselt auf Hamann ein – sie wählt aus, was wichtig sein könnte. Dabei muss sie den Überblick behalten: Notizzettel übersäen ihren Schreibtisch. Die Artikel schreiben verschiedene Journalisten: Reporter des „Mannheimer Morgen“, Korrespondenten in Stuttgart, Berlin, Brüssel, Washington und aus weiteren Städten der Welt oder Autoren von Nachrichtenagenturen wie der dpa.

Bevor die 23-Jährige Redakteurin wurde, machte sie beim „MM“ ein Volontariat. Vor dieser zweijährigen journalistischen Ausbildung studierte sie in Weimar Medienwissenschaft.

Im Minutentakt sendet dpa Texte und Bilder, per Mail kommt der Artikel vom „MM“–Korrespondenten in Wiesbaden, ein Redakteur in Mannheim gibt Bescheid, dass sein Bericht fertig ist und er ihn online stellt. Hamann liest die Texte gegen, korrigiert, kürzt. Um 17 Uhr beginnt die Blattabnahme, in der Redakteure und Chefredaktion über die Zeitungsseiten schauen und an den Überschriften feilen. Wird es stressig, heißt es, kühlen Kopf bewahren, das wichtigste zuerst machen, der Reihe nach alles andere. Nächste Frist: 19 Uhr – die Artikel für die Vorabendausgabe müssen fertig sein, diese ist gegen 21 Uhr im morgenweb und in der Handy-App verfügbar. Der Druck der Tageszeitung beginnt dann kurz vor Mitternacht.