Mannheim

Integrierte Gesamtschule Herzogenried Bildungsausschuss befürwortet Sanierung der Halle und der Außenanlagen / Stadt peilt Abschluss bis Januar 2023 an

Schüler müssen auf Ersatzstandorte ausweichen

Archivartikel

Nun dauert es doch deutlich länger als von der Schulgemeinschaft erhofft: Die Entkernung und grundlegende Sanierung der Sporthallen an der Integrierten Gesamtschule Herzogenried (IGMH) wird sich bis Ende 2022 hinziehen. Mit einer Inbetriebnahme der dann praktisch neuen Sportstätten rechnet die Stadt im Januar 2023. Das geht aus einer Vorlage für den Bildungsausschuss hervor. Er empfahl in seiner Sitzung am Donnerstag dem Gemeinderat, die nötigen Gelder zu bewilligen und das Projekt auf den Weg zu bringen.

Noch im April war die Verwaltung davon ausgegangen, dass der IGMH die sanierten Hallen ab Herbst 2021 zur Verfügung stehen würden. Der Zustand der Außenanlagen lässt ebenfalls sehr zu wünschen übrig, Teile sind gesperrt. Eigentlich sollten sie bis zum Sommer des kommenden Jahres erneuert werden. Mittlerweile geht die Stadt davon aus, dass sie erst im August 2022 auf Vordermann gebracht sind.

Finanziell in den Bereich des Machbaren gerückt war die Komplettsanierung des Sportbereichs an der IGMH erst in diesem Frühjahr. Der Bund stellte außerordentliche Fördermittel in Höhe von 3,854 Millionen Euro in Aussicht. Das sind rund 45 Prozent der Gesamtkosten, die die Stadt mit 8,565 Millionen Euro angibt. Der Großteil der Kosten, 6,8 Millionen Euro, entfällt auf die Generalüberholung der Hallen, der Rest auf die Außensportflächen.

20 Monate Bauzeit

Noch liegt allerdings kein Förderbescheid des Bundes vor. Der könne erst kommen, wenn der Gemeinderat bestätige, dass die städtischen Mittel für die Umsetzung zur Verfügung stehen. Der entsprechende Beschluss ist für den 26. November vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Doppelhaushalts 2020/21. Die Verwaltung geht von einer formellen Förderzusage des Bundes bis zum Jahresende aus. Bis alle weiteren vorbereitenden Schritte erledigt sind, könnte es Juni 2021 werden. „Spätestens“ zu diesem Zeitpunkt rechnet die Stadt mit einem Beginn der Hallen-Generalsanierung, die sich in etwa über 20 Monate hinziehen werde.

Für die IGMH wird diese Zeit große Herausforderungen bringen. Da die Hallen komplett entkernt und die Gebäudehülle mit Fassade und Dachflächen rekonstruiert werden muss, steht der Komplex nicht zur Verfügung. „Für den Sportunterricht müssen entsprechende Zeitkontingente in anderen Hallen, die möglichst im Umfeld der IGMH liegen sollen, angemietet werden“, teilt die Verwaltung dem Ausschuss mit. Die dazu erforderlichen Vorbereitungen seien getroffen.

Inliner-Spielstätte vom Tisch

Unabhängig von der Sanierung gab es konkrete Pläne der Schule, gemeinsam mit dem ISC Mannheim eine Inlinerhalle zu errichten. „Wir waren schon ziemlich weit vorangekommen“, berichtet ISC-Vorsitzender Dirk Heissler dem „Mannheimer Morgen“. Doch vor rund sechs Wochen sei das Aus gekommen. Die Stadt habe mitgeteilt, dass sich das Projekt als nicht umsetzbar erwiesen habe.

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