Mannheim

Soziales „Gemeinsam sind wir stark!“ geht in die zweite Runde

Schüler und Flüchtlinge bei Senioren

Archivartikel

Die Reaktionen waren ausgesprochen positiv: „Die Begegnung hat mir mehr geholfen als jede Tablette“ – oder: „Das hat meinen Alltag bereichert.“ Mit diesen und ähnlichen Worten reagierten Senioren des Pauline-Maier-Hauses in der Oststadt auf Begegnungen mit Schülern des Lessing-Gymnasiums und mit Flüchtlingen. „Gemeinsam sind wir stark!“: Unter diesem Motto brachte das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Mannheim im Oktober 2018 Jugendliche, junge Erwachsene und ältere Menschen an einen Tisch. Jetzt geht das Projekt in die zweite Runde.

Wie im Vorjahr stehen mehrere Treffen auf dem Programm, die an diesem Dienstag gestartet sind. Wie 2018 gebe es bei fünf Terminen die Möglichkeit, „sich im gemeinsamen Spiel oder bei einem Selbstverteidigungskurs zu begegnen, Potenziale zu entfalten und gleichberechtigt, tolerant und respektvoll miteinander Zeit zu verbringen“, so Diakonie-Pressereferentin Jessica Lammer.

Praktikum in der Pflege

Dabei soll es aber nicht bleiben. Eine wichtige Neuerung sei es, „Geflüchteten im Rahmen des Begegnungsprojekts ein Praktikum in der Altenpflege anzubieten“, teilt Cigdem Eris, Projektleiterin und Leiterin der Stabsstelle Asyl und Migration mit. „Die geflüchtete Menschen haben die Möglichkeit, den pflegerischen Alltag kennenzulernen. Dabei werden sie Aufgaben bekommen, die sie gemeinsam mit unseren Pflegemitarbeitern durchführen werden“, sagt Radegunde Mösle, Leiterin des Pauline-Maier-Hauses.

Das Praktikum ist für Mitte Juli geplant. Es folgen vier weitere Treffen, unter anderem ein Spielenachmittag, ein von den Flüchtlingen vorbereitetes Programm, ein Wing-Tsun-Selbstsicherheitstraining im September, gemeinsames Grillen im Oktober und schließlich – im Rahmen der „einander.Aktionstage“ am 18. Oktober eine Abschlusspräsentation.

Lange Kontakt gehalten

Zu Beginn des Projekts im Frühjahr 2018 war die Diakonie „durchaus unsicher“, ob die Treffen wie erhofft ablaufen würden. Schließlich, so Cigdem Eris damals, gebe es Vorbehalte in alle Richtungen. Aber: „Wir hatten im letzten Jahr tatsächlich großen Erfolg, als Geflüchtete, Schüler oder Menschen mit Pflegebedarf unabhängig von ihren Schwierigkeiten in körperlicher oder seelischer Hinsicht auf unkomplizierte Weise Kontakt zueinander aufnahmen.“ Viele von ihnen hätten lange nach Ende der ersten Auflage weiterhin Kontakt gehalten und sich gegenseitig besucht, freut sie sich.

Stabsstellenleiterin Cigdem Eris beantwortet gerne Fragen zum Projekt. Sie ist erreichbar in der Innenstadt in M 1, 1a, unter Telefon 0621/28 00 03 83 sowie per E-Mail an erdis@diakonie-mannheim.de oder stabsstelle-migration@diakonie-mannheim.de.