Mannheim

Bildung Ilona Lagrene erhält Hildegard-Lagrenne-Preis

Seit mehr als 40 Jahren engagiert

Die Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene (Bild) ist mit dem Hildegard-Lagrenne-Preis der Stadt Mannheim ausgezeichnet worden. Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb (SPD) und Daniel Strauß, Vorsitzender des Landesverbands der Sinti und Roma Baden-Württemberg, ehrten Lagrene bei der feierlichen Verleihung im RomnoKhrer mit der 5000 Euro dotierten Auszeichnung.

Ilona Lagrene engagiere sich seit mehr als 40 Jahren für Menschen- und Frauenrechte sowie gegen Diskriminierung und Antiziganismus – der Feindschaft gegenüber Sinti und Roma. Auf ihre Initiative gehe das Denkmal in E 5 zurück, das an die während des NS-Regimes ermordeten Mannheimer Sinti und Roma erinnert. Gemeinsam mit Hildegard Lagrenne sei die gebürtige Heidelbergerin seit den 90er Jahren in hunderten Schulen in Baden-Württemberg unterwegs gewesen, um in Lesungen und Vorträgen die Begegnung zwischen der jungen Generation und Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges zu schaffen.

Die Verleihung des Preises soll dazu beitragen, Anerkennungs- und Teilhabestrukturen für die Minderheit der Sinti und Roma in der Gesellschaft zu schaffen. Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb sagte, sie sei froh, dass mit dem Hildegrad-Lagrenne-Preis ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werde, „in einer Zeit, in der Hetzer und Populisten versuchen, die Gesellschaft zu spalten“. mica (Bild: Tröster)