Mannheim

Soziales Anna Wojahn neu beim Gesundheitstreff / Sie stellt Kontakte zwischen Patienten, Angehörigen, Gruppen und Einrichtungen her

Selbsthilfe in Krankenhäusern fördern

Mannheim.Neu beim Gesundheitstreff: Mit Anne Wojahn ist die neu eingerichtete „Koordinierungsstelle für Selbsthilfefreundlichkeit in Baden-Württemberg und Hessen“ besetzt worden. Ihre Aufgabe es ist, die Selbsthilfefreundlichkeit zu fördern und aufzubauen. Wojahn ist von Beruf Krankenschwester mit Weiterbildung Onkologie und hat einen Hochschulabschluss in Pflegemanagement. Außerdem blickt sie auf eine langjährige Berufserfahrung in Gesundheitseinrichtungen. Sie bietet künftig Information, Beratung und Unterstützung für Selbsthilfegruppen und -organisationen, für Gesundheitseinrichtungen und Selbsthilfekontaktstellen. „Es gilt, diese drei Partner zusammenzubringen, gemeinsam zu vernetzen und eine Kooperation auf Augenhöhe zu gestalten“, erklärt sie.

Krankenhäuser, die die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ erwerben wollen, werden zu den acht Qualitätskriterien beraten und beim Aufbau der Kooperationsbeziehung mit Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen begleitet und unterstützt.

Anna Wojahn möchte die Zusammenarbeit auf allen Ebenen fördern, „damit die Selbsthilfe in den Alltag von Kliniken und Praxen eingebunden und der Kontakt zwischen Patientinnen, Patienten, Angehörigen und Selbsthilfegruppen aktiv unterstützt wird“. Bei erfolgreicher Umsetzung des Konzepts zeichnet das bundesweite Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ (SPiG) die Gesundheitseinrichtungen mit einer Urkunde aus. Die Landeskoordinierungsstelle begleitet diesen Prozess bis zur Vergabe des Zertifikats. „Immer mehr Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken, Arztpraxen und medizinische Behandlungszentren erkennen, wie wichtig die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe ist“, sagt Wojahn. Die Koordinierungsstelle wird durch die BKK Landesverband Süd ermöglicht. red