Mannheim

Jahreswechsel 2020/21

Silvester in Mannheim: Reaktionen auf Facebook

Archivartikel

Mannheim.Die Ausgangssperre und das Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper in den letzten Wochen haben Mannheim eine außergewöhnlich ruhige Silvesternacht beschert. Damit ist auch die alljährliche Diskussion über Sinn und Unsinn des Silvesterfeuerwerks wieder entfacht worden.

Umweltbelastungen, Feinstaub, Überlastungen der Notaufnahmen: Gegner und Kritiker der Silvester-Böllerei führen seit einigen Jahren diese Gründe an. Wie es sein könnte, wenn ein Verbot privater Feuerwerke durchgesetzt würde, davon hat man zum Jahreswechsel 2020/21 eine Idee bekommen. Unter dem Post des Mannheimer Morgen zum Artikel „Silvester im Lockdown: So war der Jahreswechsel in Mannheim“ wurde in den Kommentaren rege diskutiert.

„Auf die Knallerei kann ich gut verzichten. Ich kenne auch niemanden, der sie toll findet. Feuerwerk dagegen ist schon etwas Besonderes. [...] Ich habe einige wenige hübsche gesehen gestern. Das genügt eigentlich auch. Ich könnte mir zu Silvester einige kleinere professionelle Feuerwerke in den Stadtteilen vorstellen, so dass man von überall was sehen kann. Dann würde es auch nicht so stinken und man sähe Farben statt Qualm“, kommentiert etwa Nutzerin „Sylvie Brackenhofer“. Und „Ting Luca“ schreibt: „Es war für meine Hündin das angenehmste Silvester, was sie jemals hatte. So entspannt war sie an Silvester noch nie.“

Manchen fehlte aber auch das Feuerwerk zum Jahresabschluss. „Wenn ich schon lese: "Endlich mal ein ruhiges Silvesterfest...habe die Ruhe genossen..." frage mich echt, wie verspießt man sein muss“, meint zum Beispiel „Otto Schmitt“. „Günter Gosziniack“ gibt zu bedenken, dass ein Böllerverbot nur dazu führe, dass Leute sich die Böller im Osten kaufen oder selbst bauen.

Viele hat der Jahreswechsel aufgrund der Ausgangssperre und der Kontaktbeschränkungen traurig gestimmt. „Ich muss schon sagen ich fand diese Silvester sehr gespenstisch“, schreibt „Marlene Eis“. Und der Kommentar von „Zarah Chrissy Leander“ dürfte so manchem aus der Seele sprechen, der allein gefeiert hat: „One Man Party gemacht. Zum Glück is des Schrott Jahr rum.“

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