Mannheim

Gotthardpass Ehepaar findet Handy eines Mannheimers

Smartphone sucht Besitzer

Archivartikel

Es ist 9.30 Uhr als die Ziegers das Handy sehen, das vom Dach eines Autos herunterrutscht. Sie sind am Gotthardpass in der Schweiz. Halten sofort an. Doch der Mannheimer, dem das Smartphone offenbar gehört, merkt noch nichts von seinem Verlust. Sie nehmen das Handy an sich – es ist unversehrt.

Eigentlich ist alles wie jedes Jahr. Das Ehepaar Christiane und Michael Zieger ist am 13. September auf fast halber Strecke zu seinem Urlaub. Sie fahren nach Vada in Norditalien. Ihre Strecke führt sie über den Gotthardpass – jedes Jahr aufs Neue. Das ist ihre Familientradition. Dort oben am Parkplatz machen sie eine Rast. Auch Tradition. Denn dort frühstücken sie. „Dort oben auf dem Pass ist es so wunderschön“, erklärt Michael Zieger am Telefon. Ein Restaurant, ein kleiner See, Blick auf die Alpen. Um zu dem Parkplatz zu gelangen, fahren sie von der Hauptstraße ab. Ein kurviger Weg. „Auf der letzten Linkskurve kam uns das Auto entgegen. Wir konnten leider nur noch sehen, dass das Auto ein Mannheimer kennzeichen hat. Und es war ein dunkler Wagen“, sagt Zieger.

Sie frühstücken wie gewohnt in dem Restaurant am Pass. „Und ich habe immer wieder Ausschau gehalten, ob der Mannheimer vielleicht wieder zurückkommt, wir haben extra noch ein bisschen gewartet.“ Etwa zwei Stunden später versucht offenbar der Besitzer, auf seinem Handy anzurufen. Die Ziegers sehen es zu spät. Und rufen die Nummer mit der Schweizer Vorwahl zurück. Aber es meldet sich keiner. Gegen Mittag schalten sie das Handy erneut ein. Nun ist es gesperrt.

E-Mail an „Mannheimer Morgen“

Den Urlaub will sich das Ehepaar dadurch aber nicht zerstören lassen. Sie verbringen etwas mehr als eine Woche in dem norditalienischen Ort am Meer. „Seit Sonntagabend sind wir wieder da“, sagt der 63-jährige Familienvater am Telefon. Mit einer E-Mail wendet sich das Paar am nächsten Tag direkt an den „Mannheimer Morgen“. „Vielleicht findet sich so ja der Besitzer“, sagt Zieger. Am Dienstagmorgen haben die beiden das Handy zur Polizei in Rottenburg gebracht.

Die hatte laut einem Sprecher jedoch noch keinen Ermittlungserfolg. „Es war nicht möglich, das Smartphone zu entsperren. Da es bislang nicht ausgeschrieben ist, konnte der Besitzer nicht ermittelt werden“, schrieb Michael Schaal vom Polizeipräsidium Reutlingen auf Anfrage. „Es wird jetzt von uns ausgeschrieben, falls sich doch noch jemand melden sollte.“ In Kürze wird das Iphone dann von der Polizei an das Fundamt der Stadt Rottenburg übergeben.

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