Mannheim

Backofen-Riedwiesen Polizeikontrollen angekündigt

Sorge um geschütztes Gebiet

Archivartikel

Mehr Kontrollen und Polizeipräsenz im Naturschutzgebiet Backofen-Riedwiesen kündigte jetzt im Namen von Simon Michler, dem Bürgermeister von Edingen-Neckarhausen, seine Sprecherin Alexandra Eckardt an. „Herr Bürgermeister Michler hat mich gebeten, Ihnen zu antworten“, heißt es in einem Schreiben an den Rheinauer Jagdpächter Heinrich Koch, der sich über Umweltverstöße beklagt hatte (wir berichteten).

Unlängst, so Eckardt, habe eine Begehung mit den Bürgermeistern sowie Vertretern der drei Gemeindeverwaltungen Mannheim, Brühl und Edingen-Neckarhausen stattgefunden. Dabei hätten die Kommunalpolitiker illegale Feuerstellen und Müll „gesichtet und bestätigt“. Zusammenfassend sei festgehalten worden, „dass das Areal durch die Polizei sowohl von der Wasser- als auch von der Landseite her künftig mehr bestreift wird“. Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen hoffe, dass sich dadurch die Situation in den Riedwiesen verbessern werde.

Musik, Gegröle und Feuerstellen

Koch hatte in seinem Brief an die Bürgermeister über „unhaltbare Zustände“ geklagt. Da sich das betroffene Naturschutzgebiet über die Gemarkungsgrenzen von Mannheim, Edingen-Neckarhausen und Brühl erstrecke, „habe ich mich kurzerhand entschlossen Sie zu informieren“. Als Naturschützer, Jäger und Wildtierschützer seien ihm abends sehr laute Musik, Gegröle und offene Feuerstellen aufgefallen. Es handle sich jedoch, so Koch, um „ein Gebiet von einzigartigem Charakter, welches es gilt, entsprechend und nachhaltig zu schützen.“

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