Mannheim

Spannende „Zeitreise“ am Samstag

Von der Eiszeit bis zur Gründung der Bundesrepublik oder den Überbleibseln des „Kalten Krieges“ – quer durch die Jahrhunderte nimmt der „MM“ seine Leser jedes Wochenende mit auf eine „Zeitreise“ zu einem bedeutenden historischen Ort der Region.

Bewusst ist die Seite „Zeitreise“ prominent platziert – samstags am Beginn des zweiten Teils der Wochenendbeilage, vor den Reiseseiten. „Zeitreise“ ist wörtlich gemeint. Oberster Grundsatz der Autoren ist, dass sie sich selbst auf die Reise begeben, aus eigener Anschauung schreiben, das vorgestellte Ziel selbst besichtigen, dort mit Experten sprechen.

Das kostet oft einen ganzen Tag, ist sehr zeitaufwendig – aber notwendig für einen fundierten Beitrag. Schließlich geht es um die detaillierte Darstellung eines historischen Sachverhalts, jeweils erklärt anhand eines Gebäudes wie Schloss, Kloster, Gartenanlage, Altstadt, Burg. Hinzu kommt aber stets der komplette Service von den Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bis zu Tipps für die Anreise, wollen wir doch die „MM“-Leser einladen, dann selbst auf „Zeitreise“ zu gehen.

Für die Seite ist ein dreiköpfiges Autorenteam verantwortlich, das sich abwechselt: Dazu gehören Klaus Backes und Konstantin Groß, beide Redakteure der Regionalredaktion mit Sitz in Ladenburg, sowie „MM“-Chefreporter Peter W. Ragge. Sie verbindet, dass sie nicht nur dienstlich oft mit regional- oder stadtgeschichtlichen Themen betraut sind, sondern das Interesse an der Historie und dazu passenden spannenden Ausflugszielen auch ihre große persönliche Leidenschaft darstellt.

Weil jeder aber etwas andere Schwerpunkte setzt, entsteht ein sehr abwechslungsreiches Kaleidoskop von Themen, vom edlen Barock bis zum brutalen Bauernkrieg, von geheimnisvollen Burgruinen bis zu Orten zu Lustwandeln. Nicht fehlen dürfen auch mal amüsante Geschichten, etwa von Hofnarr „Perkeo“, oder der Aufenthalt Prominenter in der Region, von Martin Luther bis zu Elvis Presley. Und außer Kaisern und Königen geht es ebenso um das Leben der einfachen Menschen auf dem Land in früheren Jahrhunderten.

Die Resonanz ist groß: „Auffällig viele Mannheimer waren gestern in Lorsch, der Zustrom war so stark, dass die Polizei den Verkehr regeln musste“, berichtete der Leiter der dortigen Welterbestätte nach einer „Zeitreise“-Seite zum Kloster. „Am Sonntag kam ich vor der Hühnerfautei aufgrund Ihrer Beilage mit mehreren Besuchern aus Mannheim ins Gespräch“, dankte Anne-Christel Herion-Frey vom Verein Alt-Schönau. Und zum Jahresauftakt 2019 lobte ein Leser die „höchst informativen und gut geschriebenen Reportagen“ und meinte: „Sie tragen zu etwas bei, was wir dringend brauchen: Heimat.“ Das ist das Ziel. Peter W. Ragge