Mannheim

Metallica-Open-Air Polizei zieht Bilanz / Kaum Zwischenfälle rund ums Maimarktgelände / Seckenheim und Neuostheim zeitweise „abgeschnitten“

Spaß für Rockfans, Einschränkungen für Anwohner

Archivartikel

Mit moderaten Verzögerungen klappte die Anreise der rund 60 000 Fans zum Metallica-Konzert am Sonntagabend (wir berichteten) nach Polizeiangaben „ohne größere Probleme“. Zu einigen Behinderungen und Einschränkungen war es allerdings für Anwohner in Neuostheim und Seckenheim gekommen, wie Michael Klumpp von der Polizeipressestelle auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte.

So blieb Bewohnern von Seckenheim lediglich ein „Ausweg“ über Friedrichsfeld und Edingen, da die Seckenheimer Landstraße als Parkplatz für Konzertbesucher abgeriegelt worden war. In Richtung Hochstätt (Baustelle) und Ilvesheim (Kerwe) ging am Sonntag ebenfalls nichts. „Ärgerlich für die Betroffenen“, so Klumpp. Es habe aber deswegen kaum Beschwerden gegeben, die meisten Anwohner hätten offenbar ihre Wege dennoch gefunden.

Ähnlich erging es manchen Neuostheimern, die wegen der dortigen Bauarbeiten nicht über die Theodor-Heuss-Anlage fahren konnten. Richtung Seckenheim ging es ebenfalls nicht weiter, blieb lediglich der Weg über die von abreisenden Fußballfreunden und anreisenden Konzertbesuchern zeitweise verstopften B 38a und die Ludwigshafener Straße (über Neuhermsheim). Zu einem zeitweisen Rückstau war es außerdem auf der Autobahn A 6 (bis Höhe Parkplatz Linsenbühl gekommen).

Nach Konzertende in der Nacht wurde auch die B 38a zeitweise abgeriegelt, damit die Metallica-Fans aus dem Großparkplatz heraus fahren konnten. Den ganzen Nachmittag über war es an den Ein- und Ausfahrten des Parkplatzes zu Rückstaus gekommen.

Sicherheit geht vor

„Wenn 60 000 Menschen nach Möglichkeit gleichzeitig nach Hause wollen, kommt es zwangsläufig zu Verkehrsbehinderungen“, hatte ein Polizeisprecher dieser Zeitung noch in der frühen Nacht mitgeteilt – und sollte recht behalten. Die Sperrungen der Xaver-Fuhr-Straße waren zuvor durch Veranstalter und Stadt kommuniziert worden. Auf dem Weg zum Fußgängersteg, der zum Großparkplatz P20 führte, kam es nach Konzertende jedoch zu einem derart hohen Zustrom, dass einige Konzertbesucher ihr Glück zu Fuß über die B 38a versuchten und eine zeitweise Sperrung damit unvermeidlich machten. „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer geht da klar vor“, wie ein Polizeisprecher am Montag hinzufügte.

Zu Wartezeiten kam es auch bei Straßenbahnen sowie S-Bahnen, die ab den Haltepunkten Neuostheim sowie SAP Arena/Maimarkt dafür sorgten, dass die Konzertgäste ihren Weg an den Mannheimer Hauptbahnhof beziehungsweise in die Innenstadt antreten konnten. Bereits im Vorfeld hatten die Rhein-Neckar Verkehr GmbH (rnv) und der Veranstalter für die Anreise über öffentliche Verkehrsmittel geworben. „Die rnv hat ihre Leistungsfähigkeit mit diesem Angebot eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, wie die Polizei einen organisatorischen Ablauf lobt, bei dem in weiten Zügen „alles im grünen Bereich“ geblieben sei. Gegen 2 Uhr habe sich alles aufgelöst – auch das letztlich Routine in dieser Dimension.

Hitzebedingte Kreislaufprobleme

Was sich auch aus direkter Sicht der Einsatzkräfte so sagen ließ. Durch die Beamten wurde neben einem Drogendelikt lediglich eine Körperverletzung zur Anzeige gebracht, zwei betrunkene Personen wurden an den Rettungsdienst übergeben. Die Sanitäter rückten insgesamt – meist wegen hitzebedingter Kreislaufprobleme – zu rund 350 Hilfeleistungen aus, 16 Personen wurden zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt lobte die Polizei jedoch ein Metal-Konzert, das die Besucher „vorbildlich und diszipliniert“ genossen hätten.

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