Mannheim

Politik Arbeitskreis bestätigt Schöning-Kalender im Amt

SPD-Frauen wählen Vorstand

Die Mannheimer Sozialdemokratinnen haben Claudia Schöning-Kalender erneut zu ihrer Vorsitzenden gewählt. Bei der Jahreshauptversammlung im Wallstadter Weltladen haben die Mitglieder der Mannheimer Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratischen Frauen (ASF) gemeinsam entschieden, wer künftig die Leitung im Vorstand übernimmt.

Nazan Kapan löst Evi Korta-Petry als stellvertretende Vorsitzende ab, als weiteres neues Mitglied des Vorstands kommt Marie Luise Stallecker hinzu. „Ich freue mich, dass mir die Genossinnen bei dieser Wahl erneut ihr Vertrauen geschenkt haben, nachdem ich dieses Amt doch schon viele Jahre innehabe“, erklärte Claudia Schöning-Kalender. Die wiedergewählte Vorsitzende begrüßt, dass nun auch die jüngere Generation nachrückt. „Die Themen ändern sich und ebenso die Herangehensweisen, und was wir in der Politik am wenigsten brauchen, ist Stillstand. Momentan kann ich als stellvertretende Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen vieles aus der bundesweiten Diskussion auf lokaler Ebene einbringen, und das nutzen wir für unser Engagement vor Ort.“

Frauenquote in Parlamenten

In ihrer Pressemitteilung weist Schönig-Kalender in ihrem Jahresbericht auch auf die zahlreichen Aktivitäten der Mannheimer ASF hin: Darunter hat es in diesem Jahr auch eine Begegnung mit Marie Juchacz, der ersten Frau, die im deutschen Parlament reden durfte, gegeben sowie zahlreiche Kooperationen mit anderen Frauenorganisationen in Mannheim. Dank des jahrelangen Engagements der ASF trat die SPD in diesem Wahlkampf zum zweiten Mal mit einer sogenannten Reißverschluss- Liste an, im Ergebnis sind damit in der SPD-Fraktion im Gemeinderat Männer und Frauen zu gleichen Teilen vertreten.

Das sei laut Pressemitteilung leider längst nicht in allen Parteien und in allen Parlamenten der Fall, gerade die jüngsten Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg haben wieder zu einem deutlichen Rückgang des Frauenanteils in den Landesparlamenten geführt. Deshalb ist das politische Ziel der ASF jetzt ein Parité-Gesetz, ähnlich wie in Frankreich, das die Voraussetzung für eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen in den Parlamenten schafft. Aus diesem Grund hatte die Mannheimer ASF zu ihrer Versammlung auch die ehemalige ASF-Bundesvorsitzende, Elke Ferner, eingeladen. 

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