Mannheim

Soziales Arzt betreut in Sierra Leone „Mannheimer Projekt“

Spenden für Ebola-Waisen

„Unsere Deutschlandreise war sehr erfolgreich“, resümiert Mediziner Christian Bell, der sich wieder in seiner Heimat Sierra Leone um das von ihm initiierte „Mannheimer Projekt“ kümmert.

Als der vor 50 Jahren am hiesigen Klinikum ausgebildete Facharzt kürzlich seinen einstigen Studienkollegen und Freund Gernot Kunzendorf auf der Vogelstang in Mannheim besuchte, nutzte der „MM“ diesen Abstecher für ein Gespräch. Der Bericht „Pflegeeltern sind oft selbst arm“ hatte erfreuliche Folgen: „Erste Spenden sind wieder eingegangen – 1500 Euro“, teilt der engagierte Mittsiebziger mit herzlichem Dank an die Unterstützer mit.

Christian Bell und seine Ehefrau Valerie, eine pensionierte Pastorin, haben nach der tückischen wie todbringenden Ebola-Seuche für um die 150 Kinder ohne Eltern Pflegemütter gesucht und gefunden. Da die betreuenden Familien selbst in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, finanzieren die Bells aus Spenden nicht nur Lebensmittel.

Kleidung und Schulmaterial

Die Ebola-Waisen werden mit Schulmaterial und Kleidung ausgestattet. Der rührige Mediziner, der in Deutschland für die von ihm gegründete Versöhnungs-Kampagne „Love one another“ mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden ist , kooperiert mit dem Verein „Mütter helfen Mütter/Deutschland – Sierra Leone“. Die Partnerorganisation ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.

In dem gerade verschickten Rundbrief heißt es: „Wir hoffen und beten“, dass es dem neu gewählten Präsidenten wie versprochen gelingt, „massiv gegen die Korruption vorzugehen“ . wam