Mannheim

Umwelt Gruppe der Geschwister-Scholl-Realschule beim Energiesparmeister-Bundesfinale in Berlin / Beste in Baden-Württemberg

Sprechgesang sensibilisiert Mitschüler

Es hat nicht ganz gereicht. Deutscher Energiesparmeister dürfen sich die Sechst- und Neuntklässler der Geschwister-Scholl-Realschule auf der Vogelstang zwar nicht nennen. Aber sie sind und bleiben Energiesparmeister Baden-Württemberg 2019. Als solche waren sie gegen 15 andere Länderteams angetreten. Vier der Schüler, begleitet von Lehrerin Tamara Gienow, durften am Freitag beim Finale im Bundesumweltministerium in Berlin einmal mehr ihre Müllvermeidungsstrategien und -aktionen vorstellen.

Das Projekt der Realschüler aus der 6d und der 9a bestand darin, auf unterschiedliche Weise auf Mülltrennung, Recycling und Upcycling (aus Altem etwas Neues herstellen) aufmerksam zu machen – zum Beispiel mit einem Rap. In dem Sprechgesang fordern sie dazu auf, mitzuhelfen und die Umwelt zu schonen.

Die 6d machte sich im Schulhaus auf den Weg, um zu schauen, wie und was an Müll getrennt wird. Ein Besuch in drei verschiedenen Lebensmittelgeschäften war auch im Programm. So konnten die Kinder den Unterschied zwischen einem Supermarkt, einem Discounter und einem Unverpacktladen lernen. Den Schülern sollte bewusstgemacht werden, wie viel in Plastik verpackt ist, und dass es auch anders geht.

In fünf Projektgruppen machten sich die Schüler daran, ihr neues Wissen auf kreative Weise zu teilen. Die erste Gruppe erstellte am Computer eine Präsentation zum Thema Mülltrennung und Upcycling. Auch eine Gruppe für den Müll-Rap gab es. Eigenständig schrieben die Schüler dabei einen Sprechgesangtext und überlegten sich eine Choreographie zu einem Beat samt Melodie. Eine Filmgruppe dokumentierte die Projektvorgänge und -ergebnisse im Bewegtbild. Die vierte Gruppe beschäftigte sich mit der Mülltrennung in Klassenzimmern und erstellte ebenfalls einen kleinen Dokumentarfilm. Die letzte Projektgruppe führte eine Umfrage in mehreren Klassen der Realschule durch.

2500 Euro Preisgeld

Der Wettbewerb „Energiesparmeister“, organisiert von der Klimaschutz-Aktion „co2online“, richtet sich an Projekte, die die Energie- und CO2-Bilanz ihrer Schule verbessern und andere zum Energiesparen und Klimaschutz motivieren. 299 Bewerbungen gab es in diesem Jahr, so viele wie noch nie. Die Jury bestimmte aus jedem Bundesland einen Sieger, der 2500 Euro Preisgeld erhielt. Weitere 2500 Euro gingen an den Bundessieger, den „Energiesparmeister Gold“. Dabei handelt es sich um eine Grundschule aus Mecklenburg-Vorpommern, die Evangelische Schule Robert Lansmann in Wismar. Schüler und Lehrer wollen Plastikmüll vollständig aus ihrer Schule verbannen, das kam bei der Online-Abstimmung am besten an.