Mannheim

Medizin Gynäkologie und Geburtshilfe werden mit Diakonissenkrankenhaus zusammengelegt

St. Hedwig-Klinik schließt am 20. Dezember

Die St. Hedwig-Klinik wird am 20. Dezember endgültig geschlossen. Für Anmeldungen zur Geburt sei der 15. Dezember der letztmögliche Termin, teilte Krankenhaussprecher Christian Klehr am Freitag mit.

Die Schließung der zum Theresienkrankenhaus gehörenden Geburtsklinik war im August angekündigt worden. Als Ersatz wird die gynäkologische Abteilung des Diakonissenkrankenhauses ausgebaut. Die beiden christlichen Krankenhäuser befinden sich seit knapp einem Jahr unter einem gemeinsamen Dach: dem der Barmherzigen Brüder-Trier, einer der größten Klinikträger-Gruppen in Deutschland. Die Zusammenlegung der Geburtsstationen ist einer der ersten der Synergieeffekte, die man zwischen Diakonissen- und Theresienkrankenhaus schaffen will.

Auch die Babyklappe zieht um

Ursprünglich war die St. Hedwig-Schließung zum Jahresende angekündigt worden. Nun habe man sie aus organisatorischen Gründen vorgezogen, sagte Klehr auf Nachfrage. Mit der wegen Corona aktuell angespannten Mitarbeiter-Situation – viele sind in Quarantäne – habe das nichts zu tun.

In der Pressemitteilung vom Freitag wird an die lange Tradition der Geburtsklinik in A 2 erinnert: „Mehr als 90 Jahre lang war die St. Hedwig-Klinik inmitten der Mannheimer Quadrate und in unmittelbarer Nähe zum Schloss einer der Orte, an dem Frauen in Mannheim ihre Kinder auf die Welt gebracht haben.“ Trotz der Schließung zum 20. Dezember seien aber Anmeldungen für Geburten unverändert bis 15. Dezember als letztem Termin möglich. Gebärende und gynäkologische Patientinnen würden auch nach wie vor im Diakonissenkrankenhaus versorgt, heißt es. Zusätzlich werde dort eine Babyklappe eingerichtet.

Jonas Pavelka, der Hausobere am Theresienkrankenhaus, wird mit den Worten zitiert. „Es ist für alle Beteiligten kein leichter Schritt, diese lange Tradition der Geburtshilfe in der St. Hedwig-Klinik zu beenden. Wir haben uns dazu entschieden, um gebärenden Frauen und gynäkologischen Patientinnen eine medizinisch sichere und zeitgemäße Versorgung anbieten zu können. Und auch, um ein attraktives und zukunftssicheres Arbeitsumfeld zu ermöglichen. Das ist am Standort Diakonissenkrankenhaus besser möglich als in der St. Hedwig-Klinik.“

Die Gynäkologie und Geburtshilfe im Diakonissenkrankenhaus werde erweitert und modernisiert, heißt es ferner. Die Arbeiten dazu hätten bereits vor einigen Monaten begonnen. „Wir freuen uns auf die neuen Räume, die derzeit entstehen“, wird Chefarzt Alexander Ast zitiert: „Wir ergänzen einen vierten Kreißsaal und erweitern die Wochenstation am Diako. Damit schaffen wir ideale Voraussetzungen, um den werdenden Müttern beste medizinische Versorgung in guter Atmosphäre zukommen zu lassen.“ Auch alle gynäkologisch-onkologischen Patientinnen würden in zertifizierten Zentren weiter optimal betreut. sma/red

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